Frontal21 antwortet auf das Killer-Killerspiel-Video

Das ZDF Magazin Frontal21 hat in einem 5seitigen PDF auf die Vorwürfe von Matthias Dittmayer geantwortet. Ein paar weitere Ungenauigkeiten waren Sapere Aude aufgefallen. Kurz gesagt: es werden einzelne Punkte mehr oder weniger entkräftet, was bleibt ist ein großes Bild von einer ziemlich ungenauen und, gelinde gesagt, tendeziellen Berichterstattung durch die klassischen Medien, die vor allem Lagerbildung und der Bestätigung des Weltbilds (der Zielgruppe?) dient.

Hier ein paar Auszüge aus dem PDF:

1) Wie soll man beim Spielen Zielen trainieren?

Genau das ist die Grundlage beim Training der US-Armee mit Egoshootern. Im derzeit
renommiertesten Sachbuch zum Thema „Der virtuelle Krieg“ des CT-Redakteurs Hartmut
Gieselmann (Hannover 2002) heißt es:

„Doch das Militär setzt tatsächlich Computerspiele zur Ausbildung ein, sowohl normale Spiele als
auch für das Militär angepasste Versionen. Das ‚Training und Education Command’ (TECOM) der
U.S.-Marines unterhält hierfür eigens eine Abteilung für PC-Training“ (S. 92 f).

„Die Liste der vom Militär genutzten Spiele umfasst auch die Spiele Half-Life und „eine
abgeänderte Version von Doom mit dem Namen Marine Doom“ (Gieselmann, S. 93).

[...]

2) „Doom 3“ hat keine Jugendfreigabe und darf nur an Volljährige verkauft werden

Der Vorwurf trifft die Berichterstattung nicht, da der Beitrag auf etwas anderes zielte: „Doom 3“
hätte wie das Vorgängerspiel indiziert werden müssen.

[...]

Wir halten die Vorwürfe von Herrn Dittmayer an die Adresse von Frontal21 für gänzlich unbelegt,
nicht stichhaltig oder irreführend.

(Danke Michael!)