Musikindustrie so zum Kunden: Ey, fick Dich!

Hat man ja sowieso schon geahnt, dass die Musikindustrie nicht viel von ihren Kunden hält. Aber dass sie das offiziell zugeben hätte ich auch nicht gedacht. Kein Scheiß!

Thomas dazu:

Wie gerne hätte ich Mäuschen gespielt, als der Bundesverband der Musikindustrie seine neue Seite entworfen hat. Denn entweder macht er der Bevölkerung klar, dass sie ihn dort lecken kann, wo niemals die Sonne scheint - oder der ausführende Dienstleister hat sich einen Insider-Scherz erlaubt.

[...]

Vielleicht ist dies eine deutliche Ansage, nachdem es in Frankreich gelungen ist, die Politik zu instrumentalieren. Nichts ist wichtiger als die Bekämpfung von Raupkopien, scheint es. Dagegen ist selbst Terror nebensächlich. Längst sind die Mittel nicht mehr angemessen, ist jeder mögliche Kunde zum Raupkopierer geworden. Dass die, die viel kopieren auch viele CDs kaufen - egal. Dass der erste Musikkonzern erkannt hat, dass es so nicht weitergeht - egal.

Und nichts dokumentiert die arrogante Hilflosigkeit und mangelnde Zukunftsfähigkeit der Musikindustrie besser als dieser Stinkefinger.

[update] Der Mittelfinger ist verschwunden, der Counter ist noch da. Scheint also wirklich was offizielles gewesen zu sein... (Danke Piro!)