Change is good für die Klone

Hätte ich auch nicht gedacht, dass ich das mal schreibe, aber: Star Wars ist durch. Ich habe alles gesehen, alle Mashups, alle Toys, alles R2-D2-Schnickschnacks. Da müsste jetzt schon ein Zombie-Star-Wars-Mashup kommen, das mit Stop-Motion-Dingsbums auf dem Mars gedreht wurde, um mich noch vom Hocker zu hauen. Star Wars ist durch.

Ich interessiere mich auch immer weniger für Horror und Splatter, gleichzeitig erwacht mein Faible für Futurismus und Science Fiction neu, wie schonmal, vor X Jahren, als ich zum ersten mal Gibsons „Neuromancer“ las und Stanislav Lems absurde Abenteuer des Weltraumfahrers Ijon Tichy verschlang. Und ganz neu im Walterschen Universum: Genetik.

Was ist, wenn die Bastion des menschlichen Klons erstmal gefallen ist (und die wird fallen), züchten wir uns dann Kopien unserer selbst, bei denen das Gen zur Gehirnentwicklung unterdrückt wurde, als superkompatible Organ-Ressource? Was passiert, wenn man am Ende des Lebens das eigene Gehirn in diese verpflanzt?

Was sich grade so ein bißchen anhört, wie ein Ende, ist in Wirklichkeit ein Neustart, ein Shift im Denken, eine Verschiebung der Interessen, so wie es bei jedem alle paar Jahre vorkommt. Deshalb würde ich niemals mein Blog aufgeben, ganz im Gegenteil: ich nehm Euch mit, wohin auch immer.

Genauso wie sich meine Interessen mal wieder verschieben, verändert sich grade mein Leben. In den vergangenen Wochen bin ich aus allerlei Gründen ein gutes Stück erwachsener geworden. Seit Freitag habe ich kein Bier mehr getrunken, gestern mal wieder eins versucht. Es schmeckt nicht mehr. Gut für meinen Zigarettenkonsum, der von einem Päckchen auf fünf Kippen am Tag zusammengeschrumpft ist. Einfach so. Man könnte meinen, irgendwas stimmt nicht. Oder aber: ich biege grade mal wieder ab, sage meinem bisherigen Leben gute Nacht und fahre in eine andere Richtung gen Sonnenuntergang. Mit meinem Klon im Gepäck.

Und dann?

Dann wieder ganz anders.