Die Zwei-Arm-Schaufelrechen-Extesions Laubförder-Technik

Auf dem Land gibt's eine Samstagsmorgentradition, die nennt sich Gass' kehr'n. Normalerweise eine Angelegenheit von nicht mal fünf Minuten, wird dieser Brauch in den Gefilden, die keine fucking Stadtreinigung haben, im Herbst zum kräfteraubenden Marathon. Zweimal, dreimal die Einfaht mit dem Besen hoch und runter gekehrt, den Straßenrand leergefegt, steht man dann auf einmal vor einem riesigen Riesenhaufen rot angelaufenen Laubes, das nun irgendwohin befördert werden will. Am besten in die Biotonne, die man dann hinter dem Haus viermal am Feldrand entleert, wo sich nun eine rotbraune Laubspur entlangwälzt.

Nun bilde ich mir ein, zum Zwecke der Laubbeförderung in Biotonnen eine mir eigene, nirgends sonst ausgeführte Technik erfunden zu haben, die aber wahrscheinlich in Wahrheit von drei Millionen Menschen beim Gass'kehr'n genau so angewendet wird, und die geht so:

Ich klemme mir eine Schaufel unter den linken Arm und einen Rechen unter den rechten. (Wer jetzt „Klemme mir einen Rechten unter den rechten“ gelesen hat sollte ungefähr so weiterdenken: „...und trete ihm mit festem Schuhwerk anständig ins Gesicht“) Sind die Werkzeuge erstmal dergestalt installiert, schaufle ich einen großen Haufen Laub und halte diesen mit dem Rechen fest und befördere das zwischen Schaufel und Rechen eingeklemmte Blattwerk in die Tonne.

Ich nenne diese Technik: „die Zwei-Arm-Schaufelrechen-Extesions Laubförder-Technik“ und dank ihr fühle ich mich jedes Jahr ein oder zweimal wie...

Womit einmal mehr bewiesen wurde, warum dieses Blog so heisst, wie es heisst. Wer die Tätigkeit des Laubfegens im Kopf mit dem Film „Aliens“ zusammenbringt, der kann nur völlig einen an der Marmel haben.