Von Bürohunden, Joe Cocker und Dee!

20.10.2007 Misc #Storys

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Was ich ohne zu zögern empfehlen kann ist ein Büro-Hund. Der sorgt nicht nur für sozialen Frieden, weil alles Büro-Rumgemache wegbleibt, wenn die Kollegen gesammelt vor dem Hund stehen, der gar nicht weiß, von wem er sich als nächstes streicheln lassen will und deshalb ganz verwirrt von einem zum andern läuft. Außerdem frisst er die Chipsreste aus den Tüten im Mülleimer und schreckt nicht davor zurück, Sushi-Reste direkt vom Schreibtischen zu verspeisen, während man im Konfi im Meeting hockt. Wenn man dann aufgeregt an den Schreibtisch rennt, hüpft der Dalmatiner lustig durchs Büro.

Wo wir grade bei Hunden sind: Mein Vater steht seit neuestem auf Joe Cocker, von dem ich nicht weiß, ob er Hundebesitzer ist, aber sein Nachnahme erinnert mich immer, was ja naheliegt, an Cockerspaniels, dass sind die mit den langen Ohren und den traurigen Augen. Häßliche Viecher. Jedenfalls bedeutet Joe Cocker für den Musikgeschmack meines Vaters einen riesigen Schritt nach vorne, wenn man von Volksmusik und Country ausgeht. Ich bin gespannt, ob er sich, wenn er die vier CDs durchhat, auch auf den Wohnzimmertisch stellt, mit den Armen um sich schlägt, wie ein besoffener Irrer - Joe Cocker war schließlich einer - und komisch zuckend „With a little help from my Friends“ singt. Karriere wird er damit allerdings nicht mehr machen, nehme ich an. Andere haben aber sehr wohl Karriere gemacht, in dem sie komische Armbewegungen vollführen.

Detlev Dee Soßt zum Beispiel. Der hat Karriere gemacht, in dem er sich schepp auf eine Bühne stellt, böse nach vorne guckt (und dabei unheimlich schwitzt), sich mit der Hand vor ihm auf dem Boden abstützt und dabei mit den rechten Ellenbogen genau drei mal nach oben in die Luft stößt, sich danach rückwärts gelehnt wieder aufrichtet und dann drei oder vier Schritte macht. Dann geht das ganze von vorne los. Vielleicht hat er aber auch einfach Karriere gemacht, weil er ein blöder Hund ist. Da bin ich noch etwas unentschlossen.