Morgens um fünf sollte Paul keine Salate backen

26.09.2007 Misc #Food #Storys

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Ich hasse es, wenn das Brot vor dem Salat alle ist. Noch viel schlimmer ist es allerdings, wenn der Salat vor dem Brot aufgegessen ist. Dann steht da eine Schüssel mit nichtvertilgten Teigdings, die einen beleidigt anglotzen. Das ist kein schönes Gefühl, ich mag es nicht, wenn mich Gebäck anglotzt. Ich komme mir dann immer unheimlich beob- und verachtet vor.

Das Geheimnis der Gleichzeitigkeit im Verzehr von Grünzeug und Backware dürfte zu den bestgehütetsten Geheimnis des Bäckerhandwerks gehören. Knecht Azubi, jetzt lernst Du das Geheimnis des gleichzeitigen Verzehrs von Salat und Brot, wird da dem Bäckerlehrling um 3 Uhr morgens um die Ohren gedroschen, woraufhin der sich völlig zurecht die Frage stellt, was zum Teufel grüner Salat mit dem mehligen Bäckerhandwerk zu tun hat.

Bei so viel Kulinarischem knurrte soeben mein Magen dergestallt, dass ich glaubte, den Namen Paul zu hören. Was will mir mein Bauch nun damit sagen? Soll ich mich nun umbenennen in Paul? Paul McCartney? Paul Verhoven? Paul Walter? Gabriele Pauli? Wie hört sich das denn bitteschön an und überhaupt: Who the fuck is Paul? Maul Paul. Soviel zum Thema, man solle doch auf seinen Bauch hören, der hat nämlich auch nicht immer Recht, der Bauch. Paul. Tss.

In der Grundschule besaß ich mal ein Schweißband, das war in der Mitte weiß und hatte blaue Ränder. Ich hatte mit einem Edding das Wort „NENA“ darauf geschrieben. Dafür darf man mich nun gerne auf den Hinterkopf hauen, aber ich stehe dazu: als Kind fand ich Nena toll. Wahrscheinlich weil Steffi so auf sie abfuhr, leider aber nicht auf mich, die blöde Kuh. Wahrscheinlich ist sie heute mit einem Bäcker namens Paul verheiratet und verspeist tonnenweise Salat mit Brot.