Quergehört

Ich habe meine Lieblingsband noch nie so schnell gewechselt, wie in den vergangenen zwei Wochen. Zuerst hatte ich Tokyo Police Club für mich entdeckt (ich weiß, alt), dann die Wombat EP entdeckt, die sich allerdings sehr schnell abnutzt. Und jetzt die Los Campesinos, fantastische Band, fantastische Songs irgendwie der zerschossene Bastard aus I'm from Barcelona und den ganzen England-Bands. Die neueste Entdeckung ist die Solo-Platte von Emma Pollock, die eine erfrischend altmodische Platte aufgenommen hat, die wie die Piano-dominierte Version der ersten Platten von Alanis Morissette klingt. Vor allem „Adrenaline“ entwickelt sich zu meinem Song des Herbstes.

Die neue Chemical Brothers klingt genau wie die anderen und hat, genau wie die anderen, das Problem, dass sie in Live- und Club-Umgebung wunderbare zu kicken, alleine aber zu eindimensional klingt. Das Problem haben Daft Punk auch, dazu muss ich aber mal was eigenes machen. Mit der neuen Hot Hot Heat konnte ich mich bisher nicht anfreunden. Außer der Single „Let me in“ hat da bisher noch kein Song wirklich gezündet. Könnte aber noch kommen. Die neue The Cribs ist anständig, aber durchschnittlich. Da fehlt was.

Justice und Simian Mobile Disco enttäuschen auf Albumlänge, wie ich finde. Mit den Knallerdebutsingles „D.A.N.C.E.“ und „The Hustler“ scheinen die Daft Punk-Nachfolger ihr Pulver möglicherweise schon verschossen zu haben, aber ich mag mich (hoffentlich) täuschen.

Das Musik-Jahr 2007 entpuppt sich als langweiliger, als ich zunächst angenommen hatte. Wahrscheinlich habe ich aber die besten Platten einfach verpasst. Hab ich?