Schäubles Pilzkopf

Wolfgang warnt also vor Atomschlägen von Terroristen. Das leitet er aus völliger Unkenntnis ab.

„Einen vollständigen Überblick haben wir auch heute nicht.“

Sprich: im RechtsPräventionsstaat gilt laut Wolfgang ab heute Murphys Law: „Alles, was schiefgehen kann, wird auch schiefgehen.“ Das war ja auch schon die Grundlage, die Bush und Konsorten vor der UNO lügen ließ, weil der Irak ja Tonnen von Massenvernichtungswaffen produziert hatte. Saddam könnte, also hat er und deshalb sind sie einmarschiert. Mittlerweile reicht also schon die Möglichkeit der Möglichkeit, um einen Innenminister (!) zu solchen Aussagen zu bringen.

Um das mal klar zu machen: potentiell kann ich mir irgendwo angereichertes Uran besorgen, irgendwie eine Bombe basteln und die irgendwie hochgehen lassen. Ich bin sozusagen ein potentieller Terrorist. Genau davon geht Schäuble und seine Idee vom Terrorismus aus.

Wenn er dazu noch von sich gibt: „Es hat keinen Zweck, dass wir uns die verbleibende Zeit auch noch verderben, weil wir uns vorher schon in eine Weltuntergangsstimmung versetzen“, dann ist das meiner Meinung nach gleichzeitig Amtsanmaßung und Volksverhetzung. Schäuble schafft Stimmung gegen alles, was auch im entferntesten ein Terrorist sein könnte. Gegen den Vollbärtigen auf dem Nachbarsitz in der U-Bahn, zum Beispiel. Der könnte ja eine Atombombe durch die Gegend fahren. Ich könnte das auch.

Schäuble will uns Angst machen. Damit wir uns in seine Präventiv-Pläne einkuscheln und gleichzeitig gefallen lassen, generalverdächtig zu sein. Nicht mit mir, Wolle. Mit Nuklearwaffen drohen ganz andere. Aber hey, gegen Brüder im Geiste sagt man ja nix, wa?

Dem christlichen Weltbild zufolge könnte übrigens jederzeit der Antichrist auftauchen und das Ende der Welt verkünden. Hat Schäuble deshalb eigentlich schonmal die Online-Durchsuchung gefordert? Ist der Teufel eigentlich online?