4 Jahre gegen P2P

Die Electronic Frontier Foundation, ein amerikanischer Verband von Anwälten, Analysten, Aktivisten und Technologie-Experten, hat eine Langzeitstudie zum Kampf der Verbände der Musikindustrie (in den USA die RIAA) gegen Musikpiraterie veröffentlicht, die exakt das selbe sagt, wie dieser Artikel von mir.

BoingBoing beschreibt das Fazit der Studie so:

EFF closes by proposing a sensible solution -- stop suing fans and figure out how to make money off of their preferred means of acquiring music. To do this, EFF argues that the labels should offer a "blanket license" to fans or ISPs, a flat fee that legalizes downloading music, the proceeds from which can be paid to artists and other rightsholders.

Bei mir klang das so:

Es ist deshalb die Aufgabe der Industrie, die Politik zu zwingen, Strukturen zu schaffen, in denen diese Technologien monetarisiert werden können. Es ist NICHT die Aufgabe derselben Industrie, die Politik zu zwingen, Strukturen zu schaffen, in denen sie Nutzer dieser Technologien verklagen kann, denn diese Form verhindert Kreativität, weil sie an der falschen Stelle, nämlich der Kultur selbst ansetzt. Ob diese Strukturen, mit denen die Rechteverwerter zu ihrem Geld kommen könnten, nun eine Kulturflatrate oder etwas anderes ist, sei dahingestellt. Darauf kommt es mir hier nicht an und wichtig ist nur, dass sie geschaffen werden.

Worauf es mir ankommt sind ganz einfache Dinge:

  • die digitale Technologie geht nicht mehr weg, gewöhnt euch daran
  • der digitale Umgang mit Kultur scheißt auf geistiges Eigentum
  • seht zu, wie ihr zu eurem Geld kommt, es gibt Wege, also geht sie, nehmt aber die richtigen: vielleicht diejenigen, die noch nicht beschritten wurden

Und jetzt überlege ich wieder in Richtung Piratenpartei. Der einzige Weg, die Verbände dahin zu bewegen ist nämlich der der Politik. Lobbyismus. Piratenlobbyismus. Piraten im Anzug. Die Idee hat was.