Kate

21.08.2007 Misc #Sexy #Storys

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Wer ein Muster erkennt, darf es behalten.

Heute morgen traf ich Kate Moss am Bahnhof. Sie stand im Zigarettenladen vor mir in der Schlange und blendete mich mit ihrem verchromten Gürtel von Dolce & Gabana. Auf wundersame Weise hatte sich Kate Moss verjüngt, sie sah aus wie zwanzig und warf mir einen kurzen Blick zu. So stand ich mit eingezogener Wampe da und genoss einen Augenblick von Kate Moss. Innerhalb von Sekundenbruchteilen sagten wir uns „Dem würde ich aber gerne mal die Nackenhaare kraulen, aber zu alt“ und „Ihr würde ich gerne mal [was Männer an dieser Stelle eben so denken], aber zu jung“. Ich gebe zu, der Gedankenzusatz „aber zu jung“ brachte mein Hirn nur widerwillig über die Windungen. Neurologische Windungs-Überwindung at its best. Goldene Locken umspielten ihr zartes Gesicht, die Stupsnase, die Figur - perfekt - garniert mit vornehmer Blässe und einem Hauch Sommersprossen. Warum begegnen mir die schönsten Mädchen eigentlich immer in diesem Zigarettenladen?

Mit eingezogener Wampe werde ich nicht mehr allzulange vor schönen Mädchen in Zigarettenläden stehen müssen. Der konsequente Verzehr von Mettbrötchen und einem Salat pro Tag, manchmal auch einer Thaisuppe für zwischendurch, zeigt seine Wirkung. Meine Hose rutscht. Und warum mir in diesem Zusammenhang wieder Kate Moss einfällt, liegt auf der Hand. Ja, ich stehe auf Kate Moss. Dafür muss sich kein Mann entschuldigen. Als Vanessa Paradies „Joe le Taxi“ sang, verliebte ich mich spontan in sie und wahrscheinlich halte ich Johnny Depp für einen ebensolchen, weil er mit ihr Sachen machen darf und ich nicht. Dieser Penner. Wenn ich demnächst mit Waschbrett im Zigarettenladen Winona Ryder begegne, werde ich den perfekten Spruch auf den Lippen haben, einen gesunden Teint vom Salat und geballte Kraft von rohem Mett. Bis dahin winke ich Vanessa, Winona und Kate aus der Ferne. Ihr gehört mir. Ihr wisst es nur noch nicht.

Wahrscheinlich will ich Kate, Winona und Vanessa im echten Leben gar nicht kennenlernen. Kate ist wahrscheinlich ein Wrack, Winona klaute mir meine Mettbrötchen und Vanessa lispelt. Jede Wette. Das ist, wie morgens im Zug seinen iPod zuhause vergessen zu haben und auf einmal mitanhören zu müssen, wie die hübsche Brünette, die man seit einem guten Jahr nun schon bewundert, eine Stimme aus der Hölle besitzt und von Geschehnissen berichtet, für die nichtmal die Vanity Fair fünf Meter Holz töten würde. Fantasie ist wichtiger als Wissen hat Albert Einstein gesagt. Aber der kannte auch keine Kate Moss.

Und von Kate Beckinsale fang ich lieber gar nicht erst an. Meine Hose rutscht.