Peterkloppe

19.08.2007 Misc #Names #Storys

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Mit Namen ist das ja so eine Sache: Sie sind wie Stempel.

Der Stempel Peter zum Beispiel sagt mir: Arschloch, fetter, schmieriger alter Mann, begrabbelt kleine Mädchen, wenn er sie mit Bonbons lockt. Laut, prollig, grenzenlos dumm, roh, verschwitzt. Die Sorte Mann, der frau sich ausgeliefert fühlt, sobald auch nur der erste Blick aus den fies zusammengekniffenen Augen auf eine fällt. So einer frißt keine Kinder, er kneift sie, wenn keiner guckt. So einer tritt Hunde, daß sie jaulen und klatscht seine Frau an die Wand. Einfach so.

Christians dagegen und Markusse (kann man das so schreiben?) sind mir immer als Musterbeispiel des netten, coolen, witzigen, treuen, verläßlichen, ganz und gar positiven Jungen begegnet. Ich kenne sieben Christians und vier Markusse - ich weiß wovon ich rede. Bei drei von vier Peters war der Eindruck bislang auch immer so, wie oben beschrieben.

Aber, also: Aaaaaber - die Zeiten ändern sich. Es gibt auch supernette Peterse, ich weiß das, einen kenne ich schon. Bald werden es zwei sein, wenn der Herr Parker den Weg nach Berlin findet um im Hotel Paradies zu weilen. Und so, wie prima Peters vorkommen in den Weiten dieser Republik und anderswo, so weilen auch furchtbare Christians unter uns. Langweiligverdruckste Schnösel, so hohl, daß man ihnen Luft einführen möchte, dann fliegen sie vielleicht. Wobei: Manchmal denke ich, 'tschuldige, Chrischan, die Wahrheit ist unschön - Du bist auch so wahnsinnig abgehoben. Wer beim Umzug mit nagelneuen weißen K-Swiss-Tretern antanzt und dann immer nur mit halbem Finger anpackt, hat verschissen. Vielleicht wußte ich das damals schon, als ich Dir mit der Tür die halbe Hand in dem Ford einklemmte, dem Schrottauto, das auf dem Parkplatz hinterm Haus stand. Du hast so erbärmlich gewinselt damals, daß ich Dich hätte treten können.

Was lernen wir daraus: Julies sind bei Bedarf auch gern mal erbarmungslos. Nix Paradies.