Egal

02.07.2007 Misc #Rant

Share: Twitter Facebook Mail

Der schlimmste aller Gem?tszust?nde ist Teilnahmslosigkeit.

Hat man eine gesunde Portion Hass in sich, dann kann man schreiben wie der Teufel, man kann spucken und ?tzen und seine Wut in Worte gie?en. Das befreit und macht Luft und man kann danach tief durchatmen und sich dem n?chsten Opfer zuwenden.

Von Liebe beseelt schreibt es sich auch leicht, denn man ist schwerelos, man schwebt durch die Welt und sieht Sch??nheit selbst da, wo keine ist. Man h?pft und springt und denkt tats?chlich, alles w?rde gut werden, das Leben ist in solchen Momenten wirklich ein Ponyhof und nix anderes.

Wenn einem aber alles egal ist, dann ist alles grau. Nicht schwarz wie die Nacht und auch nicht glei?end hell wie das Gl?ck, es ist einfach alles egal. Gleich. Man treibt dahin, man w?nscht sich nicht da, man w?re weg, woanders. Alles ist egal, der ganze Blogschei?, das komplette Internet, der Job, die Familie, die Freunde und der ganze verdammte Rest. Alle weg. Alle weit, weit weg von hier, von mir. Man w?nscht sich den Winter, der alles unter einer Schneedecke begr?bt, damit nichts mehr zu sehen ist von der Welt. Alles wei?, alles gleich, alles egal.

Teilnahmslos sitzt man am Rand, sieht zu und trinkt noch ein paar Bier. Alles ist so egal. Aber ich bin ja auch gar nicht hier.