Queens of the Stone Age - Era Vulgaris

qotsa.jpgMensch Josh, jetzt h?tte ich fast einen Verri? geschrieben. Lullabies war ja nur so lala, gegen das Meisterwerk Songs for the Deaf stand das echt ein bi?chen wackelig auf den F??en und die Anbiederungen an den Pop stehen QOTSA nicht wirklich gut. Aber, ey, musst Du gleich so ein stacheliges Biest von einem Album abliefern, sag mal? Das faucht und kratzt und schl?gt Haken, w?ren da nicht die beiden ruhigeren Nummern Make it wit Chu und Suture up your Future, die sofort ins Ohr gehen, ich w?re beim zweiten Durchlauf schreiend davongerannt. Aber so bin ich mittlerweile beim sechsten Durchlauf, beim f?nften machte es Klick.

Merkw?rdigerweise sind es auf einmal die unzug?nglichsten Songs des Albums, die man pl??tzlich als die st?rksten wahrnimmt. Battery Acid etwa, der experimentellste Song des Albums, der breakt, f?hrt im Zickzack hoch und runter, man kommt kaum hinterher und er ist fies und laut und agressiv und b??se und gro? und schwarz wie die Nacht. Hat man das Album ersteinmal geknackt, dann lauern hinter den scheinbar unh??rbaren Liedern verwinkelte, schr?ge Songstrukturen, die wie ein schwarzer Diamant in der W?ste vor sich hinfunkeln und ich bin sehr gespannt darauf, wie diese Songs live funktionieren werden.

Era Vulgaris ist ein fast brillantes Album, vielleicht etwas zu bem?ht auf unzug?nglich und experimentell getrimmt und ein Album wie Songs for the Deaf macht man sowieso nur einmal. Dennoch ist es mindestens zehn mal so gut wie Lullabies und wenn man den neuen QOTSA-Sound erstmal entschl?sselt hat, verbirgt sich hinter diesem Album eine wahre Schatztruhe, f?r die man nur ein wenig Geduld braucht.

Und f?r einen Song wie Misfit Love sollte man Josh Homme ein Denkmahl bauen.