Von Bahnh??fen und Tretbooten

Heute morgen war der Bahnhofsvorplatz voller Business-Kasper und Business-Kasperinnen. Frauen in Kost?mchen finde ich ja ganz schick, vor allem die mit blonden Z??pfen, aber Business-Kasper mit Krawatten kann ich nicht leiden, wenn es nicht grade die ?rzte sind. Jedenfalls: heute morgen standen jede Menge davon auf dem Bahnhofsvorplatz, was ja erstmal sch??ner aussieht, als die Junkies, die da normalerweise rumstehen.

Wo die ganzen Kasper und Kasperinnen herkamen wei? ich nicht genau, ich bef?rchte, es ist grade irgendeine Messe mit noch mehr Business-Kaspern, die Business-Kasperinnen in blonden Kost?mchen auf den Hintern schauen. Und ich bin mir fast zu 99% sicher, dass die alle nicht aus Waldeck stammen. Dem Kaff am Edersee.

Dort habe ich auf einer Klassenfahrt einmal ein Boot versenkt, da hat das Boot aber ziemlich doof aus der W?sche geschaut. Das arme Ding konnt ja nix daf?r, wenn des Nachts einfach ein paar dahergelaufene Kiddies mit Steinen gegen Boote schmei?en und am n?chsten Tag beim Wandern das Boot halb versunken an der Anlegestelle vorfanden. Ein Mann, es muss wohl der Besitzer gewesen sein, trommelte weinend mit den F?usten auf dem Steg herum und wir haben uns diebisch gefreut. Ich gebe zu, das war ganz sch??n boshaft.

Zur Strafe hat mir dann beim Tretbootfahren einer den Daumen so heftig eingequetsch, dass er links aufplatzte und das Blut nur so umherspritzte. Kleine S?nden bestraft der Herr sofort, hab ich mir gedacht. Gro?e aber auch. Heute sieht man von der Platzwunde nur wenig und einen Anzug trage ich auch nicht. Dann hat das ganze ja was gebracht, denk ich, und ich muss nicht mit anderen bl??den Business-Kaspern vorm Bahnhof rumstehen. Die blonden Z??pfe kann ich mir ja trotzdem anschauen.