Die befreiendste Blasenentleerung meines Lebens

04.06.2007 Misc #Storys

Share: Twitter Facebook Mail

Ein Kumpel meinte mal, wenn man so richtig pissen muss und es dann - endlich - laufen lassen kann, das w?re besser als Sex. Ich bin geneigt, dem zuzustimmen, wenn ich auch anf?gen muss: guter Sex hat auch viel mit der Frau zu tun, die da unter einem oder auf einem liegt. Ganz so pauschal m??chte ich das also nicht stehen lassen. Dennoch: so richtig pissen, dass ist schon extrem befreiend, wenn der Urinbeutel mal so richtig gef?llt ist.

Eines Abends vor ein paar Jahren zogen wir durch die Stadt. Wir lie?en es uns richtig gut gehen, gingen nicht fein, daf?r aber gut essen, tranken dazu ein paar Bier. Danach landeten wir auf einer Feier, wo wir weitertranken, noch mehr lachten und schlie?lich beschlossen, in einem nahegelegenen Club ein wenig rumzuh?pfen. Und ein paar Bier zu trinken, versteht sich. Am Ende der Sause hatte ich sicherlich 15 Biere getrunken und auch ein paar Gl?ser Wein. ?ber den ganzen Abend verteilt l?sst sich das machen und die Biere waren vor allem kleine.

Mit 15 Bieren im Blut sollte man allerdings kein Auto mehr fahren und so stand ich um 5 Uhr morgens etwas ratlos auf der Stra?e und musste irgendwo unterkommen. Was f?r ein Gl?ck: ein Bekannter wohnte gleich um die Ecke und ich k??nne in seinem WG-Zimmer doch gerne auf der Couch n?chtigen. R?lpsend nahm ich dankend an, fl?zte mich schon wenig sp?ter in Klamotten auf die Couch und entschlummerte in nur wenigen Millisekunden.

Nun ist es ja so: wenn man 15 Biere und ein paar Gl?ser Wein getrunken hat, dann f?llt sich das biologische Urinsammelbecken in nur wenigen Stunden mit mehreren Litern gefiltertes Altbier. Als ich mit Kopfschmerzen aufwachte und einen fast schmerzhaften Druck auf der Blase versp?rte, waren das ungef?hr 42 gef?hlte Liter gefiltertes Altbier, so als h?tte die Pfungst?dter Privatbrauerei ihre komplette Jahresproduktion auf einmal in meine kleine Blase gef?llt.

Da hilft nur eins: Pissen. Aber richtig.

Das Problem: ich hatte keine Ahnung, wo sich die stille ?rtlichkeit dieser Wohngemeinschaft befand. Weiteres Problem: diese Wohngemeinschaft bestand aus 5 Menschen, war also entsprechend gro?. Und so taumelte ich mit zusammengepetzten Beinen durch die Wohnung, machte diverse T?ren auf, in denen Leute schnarchten oder aus denen mir g?hnende Leere entgegenfiel. Schlie?lich stand ich in der K?che, der Druck wurde immer gr???er, ich platzte aus allen N?hten und meine Kontinenz hielt vielleicht noch 5 Sekunden. Kein Klo weit und breit. Daf?r aber eine Balkont?r.

Ich fackelte nicht lange, noch 2 Sekunden bis zur anstehenden Inkontinenz, riss ich die Balkont?r auf, sprang auf den Balkon, fuchtelte meine Hose runter ohne sie aufzumachen - die So?e lief derweil schon -, und lies laufen. Ich pisste in einem weiten, harten Strahl wie ein warmer Monsunregen. Mein gelber Urin ergo? sich in wahren Sturzb?chen 4 Stockwerke runter auf die Bl?tter eines Baumes in einem Innenhof eines Wohnhauses in Darmstadt. Ich schrieb meinen Namen in die Luft, es muss Stunden gedauert haben. Kurze Zeit sp?ter musste man die Feuerwehr rufen, weil es dabei einige Keller ?berflutet hatte. Und der Sound, Kinder, der Sound war fantastisch!

Das war der befreindste Piss meines Lebens und in der WG war ich seit damals nie wieder zu Gast.