Von Katzen und Bindfäden

28.05.2007 Misc #Storys

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Wenn es draußen Katzen, Hunde und Bindfäden regnet, dann läßt es sich ja vorzüglich nachdenken über das ein oder andere. Katzen und Hunde haben es übrigens gar nicht so gern, wenn sie aus dem Himmel auf den Asphalt klatschen. Die stehen dann ganz deppert in der Gegend rum und wissen gar nicht, wie ihnen geschieht oder wo zum Teufel sie überhaupt sind. Wenn es Katzen und Hunde regnet ist das ein Fall für den Tierschutzbund, sag ich. Und warum Katzen und Hunde sich beim regnen nicht in die Haare geraten, obwohl doch jeder weiß, dass Hunde so sehr auf Katzen stehen, das wäre damit auch noch nicht geklärt und überhaupt: das mit den Bindfäden ist gar nicht so praktisch, wie allgemein immer behauptet wird.

Natürlich: mit Bindfäden kann man Sachen aneinanderbinden, was sich erstmal wirklich unheimlich vernünftig anhört. Dosen zum Beispiel, kann man wunderbar mit Bindfäden aneinanderbinden und dann kann man Telefon spielen, was sogar besser funktioniert als mit einem Handy und es sieht auch viel besser aus. Das wird nur dann etwas unbequem, wenn der Gesprächspartner am anderen Ende der Stadt weilt. Nicht nur, dass man einen unnatürlich langen Bindfaden braucht, nein, es stolpern auch ständig Fußgänger darüber, was dem Ordnungsamt wohl eher sauer aufstoßen würde, setzte man dieses Mega-Bindfaden-Phone wirklich mal in die Tat um. Und das Ordnungsamt steht in der Hierarchie aller Ämter auch eher am unteren Rand rum und ärgert sich ständig, dass sich jeder über das Ordnungsamt ärgert. Die sind also per se schon angesäuert.

Dem geneigten Leser dürfte es zu diesem Zeitpunkt schon klar sein - ich bin heuer etwas verwirrt, um nicht zu sagen: des Denkens nicht wirklich fähig. Trotz des Bindfäden-Regens da draußen bin ich nicht in der Lage, einen klaren Gedanken zu fassen. Munter hüpft mein Gehirn zwischen Erbsenpüree, dem Brandenburger Tor und Katzenpoesie hin und her und ich weiß gar nicht, was davon ich zuerst aufschreiben soll. Katzenpoesie hatten wir schon, sogar mit Hunden, kommen wir also zum Erbsenpüree: Ich hasse Erbsen. Kleine grüne Knüttel will ich nicht essen, auch nicht, wenn sie zermanscht in einer Schüssel dampfen. Da esse ich lieber Eis am Brandenburger Tor oder mal wieder einen German Hot Dog mit real Sauerkraut in einem versifften Imbiss in Los Angeles. Alles lieber als Erbsen.

Hot Dogs mit Sauerkraut schmecken übrigens vorzüglich, auch wenn es grade Katzen und Bindfäden regnet. Dann kann man in der guten Stube hocken, rausgucken und sich fragen, was denn nun Bindfäden mit Sauerkraut zu tun haben und ob man Hot Dogs auch ohne groß nachzudenken verspeisen kann. Aber wenn man gedanklich erst mal so weit auf den Hund gekommen ist, dann kann man auch Katzencontent posten, ohne sich dafür schämen zu müssen. Immerhin hat es mittlerweile aufgehört zu regnen, mein Kopf wird davon aber auch nicht voller. Guten Appetit.