Schmuckstücke Plattensammlung

21.05.2007 Misc Music #Fail

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Ich habe ein paar Kracher in meiner Plattensammlung, die treiben einem die Schamesröte ins Gesicht. Unhörbar verfaulen sie irgendwo ganz tief unten im CD-Stapel und warten darauf, dass René endlich mal wieder zum Flohmarkt geht, wo er die Dinger aber auch nicht verkaufen würde, weil sie tatsächlich niemandem zuzumuten sind, auch nicht einem Tapeziertisch. Da hätten wir zum Beispiel Santanas "Supernatural", die ich mir damals auch nur gekauft habe, weil sie sich jeder gekauft hatte und ich verfluche die Psychologie des Gruppenzwangs bis heute.

Gruppenzwang ist ja auch an solchen Unmöglichkeiten wie Plateauschuhen oder neonfarbenen Leggins schuld. Immer wenn ich eines von beiden sehe, kriege ich Wadenkrämpfe und eklige Zuckungen und wenn das in der Kombination daherkommt, laufe ich schreiend davon, genau wie die Leute, denen ich erzähle, dass ich eine Platte namens "Fetenkult - New Wave of the 80s" besitze. Es geht aber noch schlimmer.

Ich befinde mich im Besitz von Kelly Osbournes "Shut up" und ich schäme mich dafür, und nie, niemals würde ich das irgendjemandem erzählen. Oder davon, dass ich Alben von Papa Roach und Liquido besitze. Abgründe tun sich auf, nimmt man sich meine Plattensammlung mal im Detail vor. Neben allen Alben von Pearl Jam, den Strokes und Interpol befinden sich darin auch das komlpette Schaffen der grenzdebilden Nacktpunks von Blink 182. Ich schäme mich dafür und weiß: Ich bin ein schlechter Mensch.

Und jetzt bestelle ich mir die neue Linkin Park. Schlechter Scherz, der mir jetzt auch wieder furchtbar peinlich ist, aber irgendwie muss man einen solchen Text ja gebührend zu Ende bringen.

(via, quasi)