Tennissockendiät

Ich stehe zu meinen Tennis-Socken. Die sind toll und da gibt's nix. Weiß wie die Unschuld, geschmückt mit zwei oder drei Streifen vom Abgrund des Lebens, zeigen sie alle Facetten des Menschseins gepaart mit der mir eigenen, unheimlich ausgeprägten Bequemlichkeit. Außerdem sind Tennissocken robuster als die Söckchen mit Homer Simpson drauf, die regelmäßig am zerfetzten Innenraum meiner Schuhe Stoff lassen und dann mit Löchern in der Ferse auf dem Müll landen. Schade um Homer, aber was will man machen?

Irgendwie wie löchrige Socken sind ja auch alte Jeans. Wenn man die Dreißig einmal überschritten hat, dann war es das mit der Doppelt-Käse-Pizza, den 10 Bier und all das ohne Folgen. Und über Nacht ploppt dann auf einmal ein Fleischsack vor den ehemaligen Sixpack und die Leute beglückwünschen einen plözlich zur Schwangerschaft, das ist dann für einen Mann auch eher unangenehm, aber da muss man eben durch ab 30, genauso, wie einen Jugendliche auf der Straße freundlich grüßen, so wie es auf dem Land nunmal Sitte ist. "Guten Tag." Daß der Piefke sich dazu ein "Alter Sack" denkt, weiß ich ganz genau, denn ich hab das früher auch so gemacht.

Mit Tennissocken hat das natürlich nichts mehr zu tun, aber das haben Gummibärchen auch nicht. Ich kam mal in den Genuss von 2 Kilo Brombeergummibärchen, hausgemacht aus einem Laden in Darmstadt. Die zwei Kilo haben ungefähr 3 Stunden gereicht, danach rieb sich das ganze Büro die Bäuche und lief für die nächsten 3 Jahre vor Brombeeren schreiend davon.

Was ich damit sagen will: ich denke, ich habe seit letzter Woche 3 Kilo zugenommen. Ungefähr. Aber nächste Woche, ey, ich schwör!

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