Kaiser Chiefs - Yours truly, angry Mob

kaisers.gifDas erste Album der Kaiser Chiefs war ja auch schon so. Naa Naa Naa. Bis auf "I predict a Riot" hatte man alles davon schnell vergessen. Das zweite Album der Kaisers ist genauso. Nur hat es keinen Brecher wie "Riot".

Alles, was die Chiefs an Songwriting hinbekommen ist anscheinend, die Tonleiter hoch und wieder runter zu spielen. Es ist ein plattes und äußerst langweiliges Album, das sie uns da vor die Füße werfen und ich bin wirklich geneigt, darauf herumzutrampeln und das ganze in der Luft zu zerreißen. Was hier nicht alles für Banalitäten gesungen werden, mal von den ständigen Lalalas und Nananas abgesehen. Ricky Wilson singt davon, dass die Liebe kein Wettbewerb sei ("But I'm winning"), dass er gerne die Waschmaschine erfunden hätte und in Rente gehen will (ich bitte darum!) und dass er es alleine tun kann. Was, wichsen?

Das Songwriting ist so langweilig, die Kaiser Chiefs wählen von allen möglichen Tonfolgen grundsätzlich die einfachste, die möglich scheint. Jedes Riff ist platte Scheiße, jeder Song ist vorhersehbare Langeweile. Lahmarschig ist das Album noch obendrein. Für das ganze Review hätte auch ein einfaches "Gähn!" gereicht, aber ich hab Lust auf Gezeter.

Natürlich fallen nicht alle Songs kompletto durch, es gibt immer wieder einen Lichtstreif am Horizont, ein kurzes Riff oder eine Harmonie, die dann doch ins Ohr gehen, allein: mitreißend ist davon nichts und dieses Nichts geschieht viel zu selten. Bezeichnend ist für dieses Album, dass der beste Track ein Interlude von eineinhalb Minuten ist, der sich so gar nicht nach den Kaiser Chiefs anhärt. Und dann kann man ja auch gleich was ganz anderes anhören.

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