Jamie T - Panic Prevention

08.02.2007 Misc #Album #Review

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jamiet.jpgVorneweg: Das ist jetzt schon die zweite schwer in Reggae getunkte Platte in den letzten Wochen, die mir extrem gut gefällt. Vielleicht sollte ich etwas weniger dogmatisch sein.

Wollte man Jamie Ts Debut einordnet, man hätte ein nicht zu unterschätzendes Problem. Und Worte wie Indie-Reggae-Grime-Punk-Spaßpop-Folk, die will doch wirklich niemand lesen. Lassen wir es also dabei: "Panic Prevention" ist wohl das derzeit spannendste Stück Musik, das auf meinem iPod rotiert. Man stelle sich vor, die Gorillaz gingen mit den White Stripes ins Bett, der Balg daraus fickt dann ein wenig mit den Arctic Monkeys rum, die ganzen Affen sorgen für den Humor und auf einmal singen alle im Chor "Moskau Moskau" in Clap your Hands say Yeah-Manier. So irgendwie muss man diese Platte beschreiben, alles andere ist Mumpitz.

Jamie T singt mal in übertriebenem Amerikanisch, mal rappt er wie Mike Skinner (The Streets), kopiert dessen Wohnzimmer-Laptop-Chic und vermengt das ganze mit Samples und Indie-Pop. Das wirklich schöne an dieser Platte ist, dass sie alles nimmt, was in den vergangenen Jahren angesagt war, The-Bands, Garagenrock, Gorillaz, Grime, Arctic Monkeys, das alles in einen Topf wirft, herumrührt und damit tatsächlich einen komplett eigenständigen Sound schafft, der sich auch noch tatsächlich neu anhört.

Dazu kommt, dass sich das Ergebnis so herrlich hingerotzt anhört, mit der genau richtigen Menge Leidenschaft und Humor angereichert und so locker aus dem Handgelenk geschlenzt wirkt. Oder wie Nico schon sagte: "Es ist halt einfach grandios."

Jamie T - Calm Down Dearest

(Youtube Direktdear)

Jamie T - Sheila

(Youtube Direktapes)

Jamie T - If you got the money

(Youtube Direktlalalalong)