UnglÜcksberater

Am 1. Dezember vergangenen Jahres stellte Frau Merkel einen von zwei Beratern in Sachen Klimaschutz vor: den Chef des Energiekonzerns Vattenfall, Lars Göran Josefsson. Worin Vattenfall tatsächlich Experte ist, das offenbart jetzt ein Bericht aus einem Atomkraftwerk in Schweden, der von der Werksleitung 3 Monate zurückgehalten wurde:

Betrunkenes Personal, eine laxe Einstellung zur Sicherheit und unzählige Zwischenfälle mit "potenziell" tödlichen Folgen - solche Vorwürfe hätten die Schweden eher im Zusammenhang mit Atomkraftwerken (AKW) in Russland oder Bulgarien erwartet. Doch die vernichtende Kritik betrifft das schwedische AKW Forsmark - und sie kommt nicht von rabiaten Atomkraftgegnern, sondern von den eigenen Technikern der Anlage in einem internen Rapport.

Die Leitung des Kraftwerks, das zum Vattenfall-Konzern gehört, hielt den Bericht drei Monate lang unter Verschluss, nun wurde er dem öffentlich-rechtlichen Fernsehsender SVT zugespielt. "Wir können nicht stländig Glück haben", warnen die Autoren. "Früher oder später kommt es zu einem ernsthaften Unglück."

Doch Frau Merkel, ich fühle mich bei Ihnen und ihrer Bande sehr gut aufgehoben auf was die "größten Herausforderungen für die Menschheit" angeht.