The Good, the Bad and the Queen

tgtbatq.jpg1. Ich mag keinen Reggae. Damit kann man mich jagen. Mit Dub genauso.

2. Ich halte The Clash für überbewertet. Sicherlich wichtig, aber nicht so ein Aufhebens wert.

3. Was ist Afrobeat?

4. The Verve haben genau ein großartiges Album mit einem Jahrhundertsong darauf aufgenommen. Der Rest inklusive Richard Ashcrofts Soloergüsse sind eher langweilig.

5. Das Album "The Good the Bad and the Queen" ist absolut großartig.

Nein, ich erzähle jetzt nicht, dass Paul Simonon am Bass ist und bei The Clash die Gitarre auf der Bühne zerschredderte. Oder dass Tony Allen den Afrobeat erfunden hat, was auch immer das sein soll. Oder dass Simon Tong schon bei The Verve, Blur und den Gorillaz gespielt hat. Und von Damon Albarn wollen wir gar nicht erst anfangen. Girls and Boys, das wäre nämlich ziemlich albern.

The Good the Bad and the Queen schaffen eine Platte, die unaufgeregt aufgeregt ist. Die epochal einfach und ganz leise ganz laut ist. Man hört ihr an, dass die Gorillaz dabei sind und natürlich Blur, dann aber wieder gar nicht. Trotz gehöriger Reggae und Dub-Einflüsse klingt es hier niemals langweilig, die Soundteppiche sind ausgefuchste Walls of Sound auf denen Albarns ganz unaufgeregter Gesang dahinplätschert.

The Good the Bad and the Queen ist ein Album, dem man zuhören muss. Es kann nicht einfach so nebenher laufen, dazu ist es zu komplex auf eine wunderbar leichte Weise. Blur mit digitalen Mitteln, die Gorillaz analog, mit einem Whiskey in der Hand in einer Bar, irgendwo auf einer grünen Wiese mitten im Wald. Irgendso etwas ganz entspannt geniales.