Bindings Film-Hitliste 2006

20.01.2007 Misc Movies #Lists

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Vorbemerkungen: In die Auswahl einfließen lassen habe ich lediglich Filme, die zwischen dem 1.1. und dem 31.12. 2006 einen offiziellen Kinostart in Deutschland hatten. Da ich aber manche davon schon ein oder zwei Jahre vorher (auf verschiedenen Festivals) sah, kann es leider durchaus sein, dass ich den einen oder anderen schlichtweg vergessen habe. Bei ?The Big White? war es zum Beispiel beinahe so.

Viele Filme, die ich eigentlich sehen wollte (beispielsweise "Der freie Wille", "Eragon", "Scoop", "Mord und Margaritas"), habe ich verpasst, obwohl ich 2006 insgesamt exakt 130 mal im Kino war. Will sagen: Es fiel wohl auch der ein oder andere sehenswerte Beitrag durch das Raster. Das trifft wohl ganz besonders auf "The Saddest Music in The World" und "The Piano Tuner of Earthquakes" zu. Na ja, zum Glück gibt es ja auch noch DVDs. ;-)

Film-Hitliste 2006 (aufsteigend)

Ärgerlich (wahllos):

  • "The Fog" (das hat Carpenters Original nun wirklich nicht verdient!)
  • die sexistische Aufbrezelung von Alison Lohman in "Wahre Lügen" (wobei man aber auch sagen muss, dass es zum Konzept des Films gehörte)
  • die sexistische Ausbeutung von Penélope Cruz und Salma Hayek in "Bandidas" (ein strunzdummes Machwerk!) und der Umstand, daß die beiden das mit sich machen ließen
  • "Die Erde von oben" (das war es noch nicht einmal wert, "Film" genannt zu werden, weil nur mit der Kameralinse auf Buchseiten rumgezoomt wurde - eine Riesen-Verarsche!!!)
  • die FSK-12-Einstufung für "Casino Royale" und die FSK-16-Einstufungen für "Silent Hill" und "Underworld - Evolution", weil die Filme viel zu brutal dafür waren
  • dass sich Nick Nolte Gary Busey in "Tal der Wölfe - Irak" für billigste Propaganda mit antisemitischem Touch instrumentalisieren ließ; er spielt einen amerikanischen Militär-Arzt, der schmutzige Geschäfte mit Organen von Kriegsopfern macht, die unter anderem für Israel gedacht sind
  • der öffentliche Geschlechtsverkehr und der Blow-Job in "Crank": einfach nur sexistisch-pubertär!
  • "Children of Men" (eigentlich gehört er in meine Top 10, aber das Ende war mir dann doch zu katholisch-kitschig und positiv)
  • "Das Gesicht der Wahrheit" (trotz Julianne Moore und Samuel L. Jackson so dermaßen schlecht, dass man's kaum aushält!)
  • "Hostel" (lächerliche, pubertäre Kinderkacke ohne Horror-Potenzial; und wo bitte war die verheißungsvolle Szene vom Kinoplakat???)
  • "Black Christmas" (unnötig zynische Gewalt im x-ten Teenie-Slasher ohne Niveau)
  • die propagandistische Einseitigkeit in Verbindung mit dem pseudo-dokumentaristischen Stil von "Road to Guantanamo"
  • die Vermengung von historischen Personen und fiktionaler Erzählung (noch dazu bei einem so hypersensiblen Thema) in "München"; außerdem Spielbergs höchst befremdliche, symbolbeladene Sex-Szene am Schluss des Films

Größte Enttäuschungen und vergeigte Filme (Rangliste):

  • "Final Destination 3" (im Vergleich zu den beiden Vorgängern)
  • "Lady Vengeance" (im Vergleich zu den beiden Vorgängern "Sympathy for Mr. Vengeance" und "Oldboy")
  • "Superman Returns" (im Vergleich zu den beiden "X-Men"-Vorgängern des Regisseurs)
  • "Miami Vice" (08/15-Drogenkrimi mit lächerlicher Macho-Coolness; ästhetisch gesehen eine langweilige Kopie von "Collateral", mit dem Michael Mann künstlerisch bereits weiter war)
  • "Deutschland - Ein Sommermärchen" (tolle Fleißarbeit des Regisseurs, aber zu zahm und filmisch leider fast völlig uninteressant)
  • "Black Dahlia" (als Brian-de-Palma-Film)
  • "World Trade Center" (als Oliver-Stone-Film)
  • "Goldene Zeiten" (im Vergleich zum Vor-Vorgänger "Bang Boom Bang")
  • "Babel" (im Vergleich zu den beiden Vorgängern "Amores Perros" und "21 Gramm")
  • "Poseidon" (im Vergleich zum Original)
  • "Der rosarote Panther" (im Vergleich zum Original - aber das war ja eigentlich klar!)
  • "Revenge of the Warrior" (im Vergleich zum Vorgänger "Ong-Bak"
  • "Da Vinci Code - Sakrileg"
  • "Breakfast on Pluto" (als Neil-Jordan-Film)
  • "Der ewige Gärtner" (im Vergleich zum Vorgänger "City of God")
  • "16 Blocks" (als Richard-Donner-Film)
  • "Slither" (im Vergleich zum Achtziger-Jahre-Schleimsplatter)
  • "Nachts im Museum" (Kinderkacke!)
  • "Ultraviolet"
  • "Wu Ji"
  • "Marie Antoinette" (im Vergleich mit der Radikalität von Baz Luhrmans "William Shakespeares Romeo + Julia" war es trotz der Turnschuhe und der modernen Musik ein Rückschritt in Sachen "Klassik goes Pop")

Gute Filme (mit Abstrichen und Einschränkungen), alphabetisch:

  • "Ab durch die Hecke"
  • "Aeon Flux"
  • "Angel-A"
  • "Apocalypto" (als reines Action-Abenteuer betrachtet)
  • "Babel" (aber auch enttäuschend: siehe oben)
  • "Cars"
  • "Casino Royale"
  • "Date Movie"
  • "Entgleist"
  • "Der ewige Gärtner" (aber auch enttäuschend: siehe oben)
  • "Fluch der Karibik 2" (viel, viel besser und witziger als Teil 1!)
  • "Ein Freund von mir"
  • "Klick"
  • "Monster House"
  • "München" (aber auch ärgerlich: siehe oben)
  • "Das Omen"
  • "Road to Guantanamo" (aber auch ärgerlich: siehe oben)
  • "Saw II"
  • "Scary Movie 4"
  • "Die Super-Ex"
  • "The Big White"
  • "The Fast And The Furious: Tokyo Drift"
  • "The Hills Have Eyes"
  • "The Inside Man"
  • "The Sentinel"
  • "Tsotsi"
  • "Underworld - Evolution"
  • "V wie Vendetta"
  • "Zathura"

Sehr gute Filme (ohne Abstriche), alphabetisch:

  • "Alibi"
  • "Brick"
  • "Brokeback Mountain"
  • "Caché"
  • "Capote"
  • "Children of Men" (aber weil er besser hätte sein können, auch ärgerlich: siehe oben)
  • "Good Night, And Good Luck"
  • "Goyas Geister"
  • "Hotel"
  • "Knallhart"
  • "Das Leben der Anderen"
  • "Lord of War"
  • "Marie Antoinette" (trotzdem aber auch enttäuschend: siehe oben)
  • "M:I:III"
  • "Das Parfum"
  • "Severance"
  • "Silent Hill"
  • "Syriana"
  • "Thank You For Smoking"
  • "The Departed - Unter Feinden" (allerdings verdankt er natürlich sehr viel dem teilweise sogar besseren Hongkong-Original!)
  • "The New World"
  • "Eine unbequeme Wahrheit"
  • "Volver"
  • "Wahre Lügen"
  • "Walk The Line"
  • "Wholetrain"
  • "Wolf Creek"
  • "X-Men - Der letzte Widerstand"

Meine absoluten Highlights 2006, alphabetisch:

  • "Adams Äpfel"
  • "Crank" (aber auch ärgerlich: siehe oben)
  • "Flug 93"
  • "Hard Candy"
  • "Jarhead"
  • "Lemming"
  • "Das Mädchen aus dem Wasser"
  • "Requiem"
  • "Running Scared"
  • "Stay"
  • "The Science Of Sleep"
  • "Yes"

Explizitere Liste:

  • Bester ausländischer Film: "The Science Of Sleep", gefolgt von "Yes", "Lemming" und "Jarhead"
  • Bester deutscher Film: "Requiem"
  • Beste Regie: "The Science Of Sleep" (Michel Gondry)
  • Bester Actionfilm: "M:I:III"
  • Bester Horrorfilm: "Hotel" (da fehlt kein "s"!), "Wolf Creek", "Das Mädchen aus dem Wasser" (gleichrangig, aber alle nicht miteinander vergleichbar!)
  • Beste Komödie: "Adams Äpfel"
  • Bester Dokumentarfilm: "Eine unbequeme Wahrheit"
  • Beste Schauspielerin (int.): Charlotte Rampling ("Lemming"), gefolgt von Joan Allen ("Yes") und Rachel Weisz ("Der ewige Gärtner")
  • Beste Schauspielerin (dt.): Martina Gedeck ("Das Leben der Anderen")
  • Bester Schauspieler (int.): Philip Seymour Hoffman ("Capote" + "M:I:III"), gefolgt von David Strathairn ("Good Night, And Good Luck"), Heath Ledger ("Brokeback Mountain"), Leonardo Di Caprio ("The Departed - Unter Feinden"), Paul Giametti ("Das Mädchen aus dem Wasser"), dem tragischen Partnergespann Kevin Bacon / Colin Firth aus "Wahre Lügen", Sam Elliott (als krebskranker Ex-Marlboro-Mann in "Thank You For Smoking"), Jason Schwartzman (unscheinbar und dicklich als Mann von "Marie Antoinette" - aber gerade deshalb!) und dem unschlagbar genialen Duo Mads Mikkelsen / Ulrich Thomsen aus "Adams Äpfel"
  • Bester Schauspieler (dt.): Burghart Klaußner ("Requiem")
  • Vielversprechendste Nachwuchs-Schauspielerinnen: Sandra Höller ("Requiem") und Ellen Page ("Hard Candy")
  • Vielversprechendster Nachwuchs-Schauspieler: Adam Campbell ("Date Movie")

Kleine Sahnehäubchen

Sondernennung der kreativsten Filme des Jahres:

  • "The Science of Sleep"
  • "Crank"

Sondernennung der bizarrsten Filme des Jahres:

  • "Borat" (vor allem für den Kampf der nackten Männer)
  • "Snakes on a Plane"
  • "Date Movie" (vor allem für die Anfangssequenz und die Toilettensitzung des mehr als stubenreinen Katers)
  • "Born to Fight" (eine schier unglaubliche Allianz aus Trash und Ernsthaftigkeit)

Unterschätzt:

  • "Basic Instinct 2" und Sharon Stone (aber der Film bewegt sich natürlich trotzdem jenseits von Paul Verhoevens Klassiker!)

Bindings Mut-Award (wahllos):

  • Natalie Portman (für die teilweise krassen Leidens-Rollen in "Goyas Geister" und "V wie Vendetta")
  • Julianne Moore (für ihre Mitwirkung in "Children of Men", wo sie trotzt ihres "Star-Status" nur kurz auftaucht und dann ziemlich schnell abgemurkst wird)
  • Luc Besson (für die heikle Gratwanderung, ultrasexistische Elemente so raffiniert in "Angel-A" einzubauen, dass man sie als notwendigen Teil der Handlung akzeptiert)

Die bezauberndsten Auftritte (wahllos):

  • Holly Hunter in "The Big White"
  • Das Mirabellen-Mädchen (Karoline Herfurth) aus "Das Parfum"
  • Pocahontas (Q'Orianka Kilcher) in "The New World"
  • Sabine Timotei als obernette Stewardess-Freundin in "Ein Freund von mir"

Die quälendsten Film-Momente 2006 (auf Anregung der "5 Filmfreunde"):

  • a) Gewalt und Terror: das Wohnwagenmassaker mit den Frauen in "The Hills Have Eyes", die verbrennende Polizistin in "Silent Hill", der erste Überfall auf den Schuljungen in "Knallhart", die letzten Angehörigen-Anrufe der von Terroristen entführten Passagiere kurz vor dem Absturz von "Flug 93", die Kinderschänder-Episode und ein Gesicht als Puck-Zielscheibe in "Running Scared", die Kastrationssequenz in "Hard Candy"
  • b) Sonstiges: der auf allen Vieren vor einer rasenden Büffelherde davon"reitende" Held in "Wu Ji", die vor Anbetungswillen triefende Reaktion von Tom Hanks auf die Jesus-Nachfolge-Erkenntnis in "Da Vinci Code - Sakrileg", Julianne Moores hysterisch-debile Psycho-Heulsusen-Performace in "Das Gesicht der Wahrheit"
  • c) fast alles, was bereits unter "ärgerlich" genannt wurde, vor allem die kompletten Filme "Die Erde von oben", "Das Gesicht der Wahrheit", "Black Christmas" und "The Fog" (weil sie gleichzeitig langweilten UND nervten)

Meine absoluten Lieblingssequenzen des Jahres - wahllos und unabhängig vom genannten Film selbst:

  • wie die jungen Soldaten in "Jarhead" zusammen im Kino "Apocalypse Now" sehen und darauf reagieren; als der Vietnam-Veteran zu den jungen Irak-Heimkehrern in den Bus steigt, um auch ein wenig Anerkennung zu erhaschen; die fast schon surrealistische Szene, als das völlig ölverschmierte Pferd plötzlich mitten in der Nacht im irakischen Krieg auftaucht
  • die Berliner (!) Architektur in "Aeon Flux"
  • fast alle Szenen mit Holly Hunter in "The Big White", vor allem ihre Hüpf-Darbietung während der Beerdigung
  • die letzten beiden Drittel von "Born to Fight", also der komplette Kampf der Dorfbewohner und Sportler gegen die Terroristen-Bande
  • die "Patronen-Biografie"-Sequenz und die Zeitlupen-MG-Salve mit unterlegten Kassengeräuschen in "Lord of War"
  • die ultradiabolisch-stylishe Riesen-Vampirfledermaus in "Underwolrld - Evolution" und natürlich auch wieder Kate Beckingsales sexy Latex-Outfit
  • das komplette visuelle Konzept von "Stay"
  • die Art, wie "das Böse" in "Silent Hill" von der Welt Besitz ergreift und sich fortbewegt
  • die komplette unheimliche Atmosphäre in "Hotel" (da fehlt kein "s"!)
  • die elegisch-traumwandlerische Grundatmosphäre von "The New World" mit der "Rheingold"-Musik von Richard Wagner sowie die Reaktion des nach England gereisten Indianers, der ungläubig den streng durchkomponierten Garten des Königspalastes betrachtet
  • als in "Wolf Creek" plötzlich die Protagonistin des Films abgestochen wird - und dann unerwarteterweise auch wirklich tot ist
  • Mads Mikkelsens blutende Augen, das schlagfertige Rede-Duell im Zug und die überraschend ernsthafte Duschszene nach der gemeinsamen Tötung eines Mannes in "Casino Royale"
  • die zurückgelassenen Kinder, die Masken und Kostüme sowie die Ameisen-Szene in "Apocalypto"
  • die Musik in "Babel" sowie die Szene, in der die Kinder ein Huhn fangen sollen (spaßig!), das dann vor deren Augen getötet wird (horribel!); außerdem die Art, wie es getötet wird
  • die Details der Autowelt in "Cars", also die wie Karosserien geformten Landschaften, die Reifenprofile in der Luft hinter Flugzeugen und die Auto-Mücken, etc.
  • die Schlange, die im Moment des Abbröckeln-Wollens in "Snakes on a Plane" aus der Kotztüte einer Frau an den Mund springt und sich dort festbeißt
  • die Schluss-Kamerafahrt durch die Louvre-Glaspyramide zum Grab darunter und deren triumphale Wirkung in "Da Vinci Code - Sakrileg"
  • die schrille Farbästhetik im Eishockeystadion und die enorme Blutpfütze auf dem Eis unter dem Gesicht des dort niedergedrückten Puck-Opfers in "Running Scared"
  • die Verfolgungsjagd durch die Wände der Forschungsklinik (ein Mutant durchbricht sie, der andere durchdringt sie) in "X Men - Der letzte Widerstand" sowie die Art, wie Magneto Autos auf dem Highway zerquetscht und dann wie zusammengeknülltes Papier wegwirft
  • wie die Soldaten ihren Anführer in "Wu Ji" nach einer gewonnenen Schlacht feiern und jubelnd nach oben werfen (man sieht es aus der Vogelperspektive!)
  • die an die Zuschauer gerichteten Putzfrauen-Monologe und das Philip-Glass-Stück als musikalisches Leitmotiv von "Yes"
  • die komplette Rückblick-Episode in "V wie Vendetta" über das Schicksal der lesbischen jungen Frau, die verhaftet und im Fascho-Gefängnis getötet wird, sowie die Ärztin, die ihren eigenen Tod als gerechte Strafe akzeptiert und daher ein total sanftmütiges Gespräch mit ihrem Mörder führt
  • als in "Knallhart" die neue Liebschaft der Mutter betont cool und sich wie zuhause fühlend nackt durch die Küche zum Duschen läuft, während der minderjährige Sohn gerade dort ißt
  • als der Wanderschuh vom abgerissenen Fuß gezogen werden muss, weil er sonst nicht ins Eisfach passt, und der ungewollte Flugzeug-Abschuss in "Severance"
  • die Parodie auf den peinlichen TV-Auftritt von Tom Cruise in "Scary Movie 4"
  • wie die Polizistin in "Miami Vice" einem Kriminellen in aller Ruhe erklärt, dass er keine Chance hat, weil ihre Patronenkugel ihn schneller erledigt als er reagieren kann - und ihn dann auch ohne mit der Wimper zu zucken erschießt; das war cooler als der ganze erbärmliche Rest des Films
  • wie Charlotte Rampling in "Lemming" beim auswärtigen Abendessen ihrem Mann vor einem fremden Ehepaar eine Szene macht, wie sie später im Büro versucht, den Untergebenen ihres Manns zu verführen und wie der fast tote Lemming wieder langsam lebendig wird
  • der Moment in "Flug 93", als die Leute der New Yorker Flugbeh??rde von ihrem Fenster aus den ersten brennenden Tower sehen und keinen Plan haben, was abgeht, sowie der Moment, als klar wird, dass eines der "vermißten" (= entführten) Flugzeuge nicht abgestürzt ist, sondern lediglich unter dem Radar flog und plötztlich wieder auftaucht
  • die "Frutti di Mare"-Piraten und der Riesenkrake aus "Fluch der Karibik 2"
  • die Szenen mit der Ein-Sekunden-Zeitmaschine aus "Science of Sleep"
  • die Flugzeug-Rettung mit der sanften Landung im vollbesetzten Stadion aus "Superman Returns"
  • der Gewürz-Atompilz beim Öffnen der Chipstüte (aus dem Weltall betrachtet) und die Ultrazeitlupen-Heckensequenz aus "Ab durch die Hecke"
  • alle Szenen aus "Adams Äpfel", in denen der Neonazi verdutzt reagiert, sowie die krassen Aktionen des Tankstellen-Terroristen und die superzynischen Kommentare des Doktors
  • als die Mutter des örtlichen Drogenbarons in "Brick" zu einer Besprechung dazukommt und den Anwesenden Milch und Kekse anbietet
  • die entfesselte Kamera mit der entsprechenden Ästhetik, die "Google Earth"-Zooms als Establishing-Shots und die spiegelverkehrten Untertitel aus Sicht des Gegenübers in "Crank"
  • Bryan Ferrys Cameo-Auftritt in "Breakfast on Pluto"
  • die "Southpark"-Ozon-Sequenz in "Eine unbequeme Wahrheit"
  • als Adam Sandler in "Klick" die Pause-Taste drückt und David Hasselhoff voll eine reinhaut
  • die Geburtsszene auf dem Fischmarkt, die Verfolgungsszenen mit dem Mirabellen-Mädchen und die Massenszene bei der Hinrichtung in "Das Parfum"
  • als der frewillige Marine in "World Trade Center" die Verschütteten findet, sich ihnen militärisch-zackig vorstellt und dann sagt "You are my mission!"
  • die La-Ola-Wellen am Straßenrand (die kleine von den Polizisten und die große von den Soldaten) sowie die Idee mit den "Schweini"- und "Poldicam"-Einblendungen in "Deutschland - Ein Sommermärchen"
  • der Angriff auf das Auto im Wald und die anschließende Flucht in "Children of Men"
  • das Ende von "The Departed - Unter Feinden", das nach dem Ende im Aufzug noch kommt (und das Ende von "Infernal Affairs" zynisch toppt)
  • die Eröffnung der Rodeo-Veranstaltung mit der Ansprache und der Nationalhymne aus "Borat" sowie die Kinder, die in froher Erwartung zum Eiswagen rennen, dort vom Bären (der drin sitzt) zu Tode erschreckt werden und dann schreiend flüchten
  • als Uma Thurman in "Die Super-Ex" ihrem Ex zur Bestrafung einen lebenden weißen Hai in die Wohnung wirft
  • der T-Rex in "Nachts im Museum", der wie ein Hund "nur spielen" und den Knochen geworfen bekommen will
  • die Verbeugung auf dem Balkon, die den wütenden Mob schlagartig verstummen läßt, sowie die "Übergabe"-Sequenz im Umkleidezelt zwischen Österreich und Frankreich aus "Marie Antoinette"
  • das Abendessen bei der spanischen Familie in "Goyas Geister", als der Hausherr (nachdem er gerade erfahren hat, dass seine Tochter von der Inquisition gefoltert wurde) den Inquisitor (= seinen Gast) auf dieselbe Weise foltern läßt, um ihm die Nutzlosigkeit der Folter zu beweisen (es klappt!)