Kannibalen vs New York Times

Derzeit kacken die uns ja wieder ganze eklige Haufen in unseren Garten. Der hat zwar auch seine schmuddeligen Ecken, aber das macht ihn ja erst aus, denn mal ehrlich, eigentlich ist es ja doch ziemlich schön hier. So ne richtig wilde Wiese haben wir, und kein elitär zurechtgestutzten Aristokraten-Park mit exakt auf 90° Ecken getrimmten Sträuchern. Bei uns darf man wachsen, bei denen wird exakt vermessen.

Erst faselt da einer was von der "Seuche Internet" - ganz banal k??nnte man das als einen Erguss aus der "Seuche Papier" bezeichnen - und hat dafür auch schon die passenden Worte vernommen, dieser affektierte Lackaffe, der auch mal haarscharf am Rassismus entlangrutscht oder sonstigen Unsinn verzapft. Und jetzt findet mich einer dieser affektierten Lackaffen doof. Erzählt was von Kannibalen, die die New York Times aufessen, ganz so, als ob an dem Gewäsch irgendetwas dran wäre. Ich frage mich, woher der Mann die Zugriffszahlen von Kannibalenforen kennt, dass er die mit der New York Times vergleichen kann. Im Grunde pisst sich Broder doch ganz einfach selbst ans Bein, wenn er hier Äpfel mit Birnen vergleicht.

Sicherlich haben irgendwelche Pornoseiten höhere Nutzerzahlen als die FAZ, ihnen einen höheren Einfluß auf die Meinungsbildung zuzuschreiben macht aber niemand. Außer Broder. Ganz schön doof, der Typ. Wahr wohl zu oft im Internetz.

Das WWW ist auch maßgeblich für die Infantilisierung und Idiotisierung der Öffentlichkeit verantwortlich.

Und ich dachte immer, SuperIllu, Coupé und Arabella Kiesbauer wären daran Schuld. Aber ich bin ja auch nur ein infantiler, idiotischer Doofer. Muss man sich solche Frechheiten eigentlich bieten lassen?