Das Internet ist die beste Erfindung überhaupt. Ohne ein verstümmelndes „seit“.

03.01.2007 Misc #Internet

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Hätte ich ja auch nicht gedacht, dass ich so schnell auf dieses eigentlich als Quatsch-Projekt abgetane Spielzeug von Felix und Sascha Lobo verlinke, aber dieser Kommentar auf dem Kommenta.rlog is ganz und gar großartig!

Es ist eine Erfindung. Eine Kulturtechnik, nicht ein Inhalt. Wer es verdammt, weil er etwas Schlechtes darin gefunden hat, wird auch Schall verbieten wollen, wenn es donnert. Und nun gehe hin und verbreite die Kunde des guten Internets, kämpfe dafür und das heisst vor allem, kämpfe gegen die Ansicht, dass früher alles besser war. Denn die Nostalgiker, diese Menschen, die statt ihrer Erinnerung eine Verkläranlage im Kopf haben, die neigen dazu, dass Fortschritt in der Kulturtechnik schlecht ist. Sie vergessen, dass das Alte, das sie verehren, einst neu und durchaus revolutionär war. Aber das Neue ist ein Begriff, der nur in der Gegenwart benutzt werden darf. Das Neue ist Selbstzweck, aber zu recht. Alles wirklich Neue ist zunächst wirklich gut, ausser es ist wirklich schlecht.

Wer behauptet, Fortschritt wäre doof, der soll einen beliebigen Tag in den letzten 2000 Jahren sagen, an den er die Menschheit zurückverfrachten möchte. Er wird verstummen müssen. So, Sascha, nun gehe hin und labere die Menschen voll. Und wenn Du einen Kornelius triffst, dann schaue ihn streng an, ermahne ihn, kläre ihn aber auch auf und dann streichle ihm mitleidig über den Kopf. Vielleicht hatte er länger keinen GV oder eine unglückliche Kindheit. Oder er hat irgendeine Seuche.