Eure Top Alben 2006

Ihr habt gesprochen, das sind Eure Top Alben des Jahres...
(berücksichtigt habe ich alle Alben, die mindestens 3 Punkte bekamen)

1. Arctic Monkeys - Whatever People say I am, that's what I'm not

Brav. Natürlich ist das Album des Jahres das der Senkrechtstarter aus Sheffield, die die schlausten Texte, die knackigsten Pub-Rock-Songs und die beste Live Performance (okay, ich habe nicht allzuviele Konzerte gesehen) des Jahres boten. Alles andere wäre auch eine ziemliche Überraschung gewesen.

Der Nachfolger zum Album, "Who the fuck are the Arctic Monkeys" nahm zudem noch jede Befürchtung, das könnte ein einmaliger Glücksgriff gewesen sein, denn die Songs sind genauso dicht, komplex und ausgereift, wie die des Debuts. Die Arctics sind mit Sicherheit die beste Band der letzten Jahre, zusammen mit Interpol, mit denen sie sich garantiert 2007 um die Krone des besten Albums kloppen werden.

2. Red Hot Chili Peppers - Stadium Arcadium

Geht mir weg mit diesen Hampelmännern und ihren Penis-Socken. Zu viel Show, zu viel Rumgemache, zu viel Gehopse, und den Kiedis kann ich nicht leiden, Flea sieht aus wie Wayne Rooney, kann aber nur Bass spielen. Der einzig coole dieser Truppe ist Gitarrist und Junkie John Frusciante. Aber das allerwichtigste: ich mag ihren Sound nicht. Und damit ist auch alles gesagt.

3. Kooks - Inside In/Inside Out

Das Debut der Kooks ist wunderbar schlicht und ihr habt es völlig zurecht aufs Treppchen gevotet. Ich zitiere mich am besten mal selbst:
Die Rede ist von den Kooks, deren Album "Inside in, Inside out" ein einfach wundervoller 60s-Pop-Punk-Bastard ist, mit schmissigen Melodien und allem was dazugehört. Auch eine dieser neuen, tollen Bands, die alles, was so in den letzten Jahren für Aufregung gesorgt hat, verinnerlicht hat und einem keck vor die Füße spuckt. Toll. Toll.

4. Tomte - Buchstaben über der Stadt

"Buchstaben" ist auch für mich dieses Jahr das beste deutschsprachige Album gewesen und dieses eine Lied, dieses Kleinod, dieses Juwel, das werde ich auch noch in zwanzig Jahren immer noch hören und bei diesem Sturm am Ende eine Gänsehaut bekommen, während ich mir eine Träne aus dem Gesicht wische. Man fühlt sich, als habe man die Liebe erfunden.

5. Billy Talent - II

Kurz gesagt: Billy Talent gehen mir völlig am Arsch vorbei. Eine weitere, dieser Plastik-Punk-Bands, die nicht nur ein beliebiges Debut, sondern auch einen beliebigen Nachfolger zusammengespielt haben. Billy Talent, Good Charlotte, My Chemical Romance... alles austauschbare Green Day-Klone, die niemals die Qualität ihrer Vorbilder erreichen. Und hört mir auf mit Emo, damals hatten dazu Jimmy Eat World schon alles gesagt.

6. Placebo - Meds

Placebo. Schwieriges Thema. Früher mochte ich die sehr gerne und, klar, "Every you and every me" ist immer noch einer der größten Songs überhaupt. Und ich mag auch den nasalen Gesang von Brian Molko, doch die sind schon sehr gut. Vor diesem Hintergrund hat mich "Meds" etwas enttäuscht und ich kann nicht wirklich begründen, warum. Irgendwie liefen die Songs an mir vorbei und das Album war schnell vergessen. Vielleicht sollte ich es mir einfach reinzwingen, das funktioniert auch. Manchmal.

7. Muse - Black holes and Revelations

Ich bin wieder versucht zu sagen, Muse seien ein schwieriges Thema, sind sie aber gar nicht. "Origins of Symmetry" habe ich mir damals auch gekauft und war schon begeistert. Wegen dieser derben Riffs, die man da in die Gehörgänge gerammt bekam, das war schon sehr groß. Aber dieser Falsett-Gesang, der hat mich schon immer gestört, und läßt das Album heute im Regal verstauben. Und genau deshalb habe ich das neue Album noch nichtmal angehört. Hab ich was verpasst?

8. Mando Diao - Ode to Ochrasy

Über dieses Album hätte ich fast einen derben Verriss gepostet. Zum Glück habe ich das gelassen, denn ich habe mich damit mehr als angefreundet. Vor allem wegen dieses einen Liedes "Song for Aberdeen", der absolut großartig und einer meiner Lieblingssongs des Jahres ist.

9. Tool - 10000 Days

Mit Tool bin ich nie warm geworden und mir geht auch dieses Leise-Laut-Leise-Konzept einigermaßen auf den Zeiger, da mögen die Songs noch so strukturell brillant sein und Tool eine Institution für dieses Genre. Dieses Album habe ich genau einmal angerissen, quergehört und fand es, wie jedes andere dieser Art, gähnend langweilig und redundant. Sorry, und lasst den Kopf bitte dran.

10. Two Gallants - What the Troll tells

Was schreibt man am besten über ein Album, das man nicht gehört hat? Genau. Ich hab das Album noch nicht gehört. Hol's aber nach. Irgendwann. Vielleicht.
 
 

11. Dendemann - Pfütze des Eisbergs
Hip Hop? Ich glaub', Ihr spinnt!

12. Killers - Sams Town
Über die Killers habe ich bereits alles gesagt.

13. Beirut - Gulag Orkester
Habe ich nicht gehört, muss ich mal nachholen. Aber ich las von vielen Trompeten. Ich mag keine Trompeten.

14. Johnny Cash - V
Das Vermächtnis des Man in Black hätte noch viel weiter vorne sein müssen, jeder Song ein Tränendräcker.

15. Trail of Dead - So Devided
Ein Noise-Pop-Meisterwerk, das ebenfalls mindestens einen Platz in der Top 10 verdient hätte.

16. Deichkind - Aufstand im Schlaraffenland
Hip Hop mag ich nicht, Deichkind aber schon. Weil sie viel eher Electro denn Hip Hop machen.

17. Snow Patrol - Eyes open
Das ist doch auch so ein Coldplay-Klon, wie The Feeling oder Keane, oder? Hab ich zwar, habs aber nur oberflächlich geh??rt. Nett.

18. Gnarls Barkley - St. Elsewhere
Hip Hop, aber genialistischer mit einem genialen Konzept. Und "Crazy" ist sowieso einer DER Songs des Jahres.

19. Jan Delay - Mercedes Dance
Ich kann den, beziehungsweise seinen Gesang, nicht ab. Soll aber gut sein, der Typ.

20. Sufjan Stevens - The Avalanche
Mit Sufjan bin ich nie warm geworden, es scheinen wirklich gute Songs zu sein, für die mir aber irgendwie die Geduld fehlt. Ich sollte mir mal die Zeit nehmen, und dieses Album komplett in Ruhe anhören.

21. Alexisonfire - Crisis
Kenne ich nicht, hab ich was verpasst?

22. Morrissey - Ringleader of the Tormentors
Morrissey sah ich im Dezember in einer famosen Liveshow und dieses Album ist eine weitere Pop-Perle.

23. We Are Scientists - With Love And Squalor
Auch die sah ich im Dezember live und das Album hört sich zwar relativ schnell durch, ist aber dennoch immer noch mindestens gut.

24. The Strokes - First Impressions of Earth
Wundert mich etwas, dass das nicht weiter vorne ist. Denn tatsächlich ist das dritte der New Yorker ein starkes Album, besser als das zweite und treu blieben sie sich trotzdem.

25. Isis - In Absence of Truth
Kenne ich nicht, hab ich was verpasst?

26. Joanna Newsom - Ys
Ein Album wie ein Wunder, das ich immer noch nicht komplett angehört habe, aber was ich gehört habe, war Björk als Folk mit Harfe und ganz wunderbar!

27. Belle And Sebastian - The Life Pursuit
Belle and Sebastian bezaubern ja auf jedem Album, ohne Ausnahme und so auch auf diesem. Natürlich. Ich habe nichts anderes erwartet.

Note to self: Nächstes Jahr mehr als 3 Alben zulassen, damit die Punktverteilung heterogener wird. Acht Albten mit 4 Punkten sind eher suboptimal.