Pharma-PR-Lobby-Assis

"Cancer United" hört sich erstmal nach einer duften Sache an.

Ein Zusammenschluss aus Patientenverbänden, Ärzten, Wissenschaftlern, der Industrie und Politikern hat sich zum Ziel gesetzt, die Standards der Krebsbehandlungen in Europa anzugleichen.

Nur leider, leider ist da scheinbar nicht alles Gold, was glänzt:

Alleiniger Finanzier und Initiator der Kampagne ist die Pharmafirma "Roche", Hersteller diverser Medikamente zur Behandlung von Krebsleiden, die mit dieser Kampagne ihre Absatzzahlen in ganz Europa in die Höhe treiben möchte. Organisiert wird die Kampagne von einer der führenden PR- Agenturen, Weber Shandwick. Als Grundlage für die Kampagne wurde eine Studie über Standards der Krebsbehandlung in verschiedenen europäischen Ländern präsentiert, welche auch komplett von "Roche" finanziert wurde.

Und wie weit man den klassichen PR-Blättern Medien noch trauen kann, zeigt das hier (zugegeben, herausgefunden hat das alles der Guardian):

In Deutschland haben die Financial Times und das Deutsche Ärzteblatt über Cancer United berichtet -- aber ohne die Hintergründe der Kampagne offen zu legen.