Problem für Edelmann

Manche Menschen wollen immer glänzen, obwohl sie keinen blassen Schimmer haben...
(Heinz Erhardt)

Mann Mann Mann, die stecken da jetzt echt mal in der Scheiße bei Edelmann würde ich sagen. Wenn man sich als Dings-Agentur Transparenz und Kommunikation und Web2.0 auf die Fahnen schreibt, dann wird das auch eingefordert. Und zwar nicht von den Kunden (von denen wohl als allerletztes), sondern von den Lesern der Edelmann-Blogs, von den Lesern der Fake-Blogs und von der Blogosphäre ganz allgemein.

Wenn der Kunde dann darauf pocht, dass sein Name in einem Blogprojekt rausgehalten wird, dann hat man ein echtes Problem. Designer kennen das. Wenn der Kunde unbeding sein Logo mit 3D-Effekten, Glanzlichter und Schlagschatten haben will, dann macht man das am Ende. Aber Designer sagen von sich meistens ja selbst, sie seien ziemliche Schlampen. Edelmann sagt das nicht. Edelmann hatte zwei Möglichkeiten: man hört auf den Kunden, steht stramm und gehorcht im Namen des Agentur-Portfolios. Kann man machen, wird aber demnächst immer öfter schiefgehen, vor allem, wenn es um so Internet-Zeugs geht.

Oder man lehnt das Projekt ab, scheert aus und steht zu den Werten, die man selbst im Schaufenster hängen hat, verliert dafür aber einen Großkunden, der allerdings so sehr in Verruf steht, dass man dieses Vorgehen wiederrum auf die eigenen Fahnen hätte pinseln können.

Diese Chuzpe hatten die Edelmänner leider nicht, sie sind eben einfach eine scheinheilige, lügende und dem Geld hinterherhechelnde PR-Firma, die Transparenz predigt, aber „To provide public relations counsel and strategic communications services that enable our clients to build strong relationships and to influence attitudes and behaviors in a complex world.“ auf der Website stehen hat. „Influence Attitudes“. Sprich: Alles beim alten, mein Feindbild stimmt noch.

(file under: noch mehr unqualifizierte Bemerkungen...)