Mag also das neue Fass, das der CDU-Generalsekretär aufmacht, geeignet sein, seine Wähler besoffen zu machen, so rollt es an der Realität leider haarscharf vorbei.

Gepostet vor 11 Jahren, 30 Tagen in #Misc #Politics #Storys

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Ich habe mir in Anderthalb Jahren nun eine Schreibe zugelegt, die ordentlich ist. Sie reicht aus, mancherlei Story zu erzählen, ohne dass es besonders langweilig wird und auch der ein oder andere Begleittext zu einem Link läßt sich mit ihr problemlos bewerkstelligen. Doch wenn ich sie mal neben diesen völlig großartigen Text von Malte an der Spree stelle, und die beiden anschaue, verdammt, dann sehe ich einen wackeligen Anfänger auf der einen Seite und einen Virtuosen, der mit den Worten jongliert als wäre er der Jason Garfield der Blogeinträge. Und das ist gar nicht schlimm, ganz im Gegenteil. Danke Malte, jetzt weiß ich wieder, warum ich Blogs lese.

Während der New-Economy-Euphorie wurde jeder Sparkassenangestellte Milliardär, den Gesprächen in den Duschen meines Fitnessclubs konnte ich dies entnehmen, grün vor Neid, denn ich besaß nur ein Girokonto, dessen Auszüge eine Beleidigung der natürlichen Zahlen waren.

Als die Internetblase jedoch platzte, war ich für eine kurze Zeit der reichste Deutsche.

Mit den Jahren habe ich mich in der Wohngemeinschaft D behaglich eingerichtet, ich zucke nur noch manchmal zusammen, etwa wenn die New York Times den Deutschen einen Aufschwung prophezeit oder die Kanzlerin der Deutschen bejubelt, denn dann stirbt meist am nächsten Tag ein Haustier. Ich habe mein Schicksal akzeptiert.

...

Hat nicht gerade der Begriff Gastarbeiter, dem das Bild, jemand komme hierher, arbeite einige Jahre, um dann wieder zu verschwinden, zugrunde liegt, zu dem heutigen Integrationsproblem geführt? Der Gast gründete ein Ghetto, zeugte Kinder und, da er sowieso nicht Deutscher werden konnte, blieb er halt das, was er war.

Mag also das neue Fass, das der CDU-Generalsekretär aufmacht, geeignet sein, seine Wähler besoffen zu machen, so rollt es an der Realität leider haarscharf vorbei.

Jeder nur halbwegs gewitzte Inder, der ein Keyboard von einem fliegenden Teppich unterscheiden kann, läßt sich gleich mehrmals durch den Kopf gehen, ob er seinen kuhfreundlichen Teilkontinent verlassen soll, um einer nur noch teilkontinenten Gesellschaft beizutreten.

Ich verbeuge mich.

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