Ich hab's ja gerne vollgesprüht

Ich habe früher selbst gesprüht, ich hatte ein Graffito im Zimmer und Tags mag ich auch. Kalligraphie im öffentlichen Raum nenne ich das. Tagging hat übrigens nichts mit an die Mauern geklatschten Sprüchen oder den Liebesgeständnissen verliebter Großstädter zu tun. "Gabi, I love you" ist kein Tagging, sondern ein schöner Satz; an eine Hauswand geschmiert. Als Schmiererei bezeichnen die Leute aber eben auch immer wieder die Tags der Graffiti-Anarchisten, denn die Unterschriften der Straßen-Künstler lassen sich für Außenstehende in der Regel nicht entziffern. Aber wozu auch? Die Schönheit chinesischer Schriftzeichen erschließt sich mir auch ohne die geringste Ahnung ihrer Bedeutung.

BBDO hat sich nun für ihre Benefiz-Kampagne ausgerechnet das Thema Tags ausgesucht:

Nun ja, davon kann man halten, was man will. Ich halte es mit Marc vom Wooster Collective und finde das hier nicht nur sehr toll, sondern auch völlig zutreffend: