Wohliger Grusel - diesmal mit nassem Girlie

14.07.2006 Misc Movies #Review

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Mit Night M. Shyamalans Filmen ist es ja so eine Sache: Es gibt glühende Verehrer und absolute Hasser. Ich zähle im Zweifelsfall zu ersteren, denn "The Sixth Sense" war ganz eindeutig einer der wichtigsten und interessantesten Horrorfilme der letzten Jahre, "Unbreakable" muss man eh lieben, "The Village" ist auch raffinierter und intelligenter als allgemein angenommen, und selbst "Signs" fand ich ziemlich faszinierend und sauspannend.

Heute habe ich seinen neuen Film "Das Mädchen aus dem Wasser" gesehen (Start: 31. August), und ich bin jetzt noch mehr von Mr. Shyamalan überzeugt. Ich weiß, einige Horror-Hardliner werden diesen Film zum Kotzen finden. Ich habe in letzter Zeit aber kaum was gesehen, was mich emotional so mitgerissen und gleichzeitig soviel Spaß gemacht hat! Es geht um eine Nixe, die von einem Monster gejagt wird, und eine Mieter-Gemeinschaft schließt sich zusammen, um ihr zu helfen und damit die ganze Menschheit zu retten. Es ist aber keine Komödie!!! ;-)

Also das Geniale daran ist: Die Geschichte ist völliger Schwachsinn und noch dazu Esoterik-Kitsch ohne Ende. ABER: Sie funktioniert wie geschmiert, man folgt ihr bereitwillig und fiebert voll mit - und Shyamalan kriegt auch immer noch einigermaßen die Kurve, sodass es nie ins Lächerliche abkippt. Hinzu kommt: Der Film ist witzig, intelligent, teilweise auch ziemlich heftig gruslig - und interessant sowieso. Es geht darin sogar auf relativ entscheidende Weise auch um einen Filmkritiker, Filmplots und Film-Klischees. Ich sagte ja schon: Cineasten-Spaß und -Freude rundum.

Und ich sage jetzt schonmal: Das gibt einen Oscar für Hauptdarsteller Paul Giamatti, der hier endlich mal nicht den nerdigen Loser spielt. Dieses nasse Mädel wird es mit Sicherheit in meine Top Ten 2006 schaffen!