Ich hasse shoppen!

02.06.2006 Misc
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Heute morgen war ich Hosen kaufen, weil ich mit 32 und unstillbarem Bierdurst mittlerweile eine beachtliche gewaltige bemerkenswerte erkennbare nicht der Rede werte aber doch hosengrößenverändernde gigantische Plauze - übrigens: gibt man Plauze.de in einem Browser ihrer Wahl ein landet man selbstverständlich auf einem Blog - mit mir herumschleppe und mir daher so langsam aber sicher die Hosen ausgehen. Faktisch paßt mir nur noch eine meiner 6 Jeans so richtig, 3 sind unbauchbar geworden und zwei lassen sich nur unter minutenlangem rumgehopse mit Luftanhalten anziehen, was schon zu allerlei lustigen Bemerkungen geführt hat. Da ich morgens aber nicht besonders lustig bin, kanzelte ich die Kommentatorinnen meist mit einem "Selber!" oder "Mach ma lieber Kaffee!" ab. Meine Plauze beleidigen darf niemand, da bin ich empfindlich, erst recht morgens.

Statt nun also wie jeder vernünftige Mensch lieber den Biergenuß etwas einzuschränken - die WM steht vor der Tür und weniger Bier trinken? Geht's noch? - oder mal wieder etwas Sport zu treiben, Wald und Wiese liegen direkt vor der Tür und Joggen bringt einen doch auch mal ein bißchen nach draußen an die frische Luft mal ganz abgesehen von der Abnehmerei, nein, kauft sich René lieber ein paar neue, weitere Hosen.

Heute morgen, bevor ich auf die Arbeit ging's also ab zum Karstadt.

Nun ist es ja so, dass ich den Arbeitsrechner jeden Abend mit nach Hause nehme, weil irgendwelche Säcke mein altes Baby mal dachten mitnehmen zu müssen. Deshalb bestellte ich mir damals ein schönes 17" Powerbook in schickem Silber zum jeden Abend mit nach Hause nehmen. Leider muss man es aber auch jeden morgen wieder mit auf die Arbeit schleppen, heute auch wieder - klar. UND! Und da das Wetter zur Zeit ja so scheiße ist, mal scheint die Sonne und man denkt bei sich, och, dahinten kommt er ja jetzt vielleicht doch, der Sommer, PAMM!, haut Dir der Juni nen schönen Regen auf den Kopf, so dass man denkt, das ist ja eigentlich gar kein Sommer. Also zog ich heute morgen meine Regenjacke an, die nur leider einigermaßen dick gefüttert ist.

Bekanntlich lüften Kaufhäuser ihre Etagen selten, heizen dafür aber ganz anständig, vor allem bei solch unsommerlichen Temperaturen wie dieser Tage. Das Ergebnis von der schweren Laptop-Tasche, in der immerhin noch 2 Bücher, eins davon ein 700 Seiten-Schinken, 1 Block, 3 Briefe, 1 Handy, 1 iPod und Mausarm-Pillen zum Gesamtgewicht beitrugen, der dickgefütterten Regenjacke, dem ungelüfteten aber durchgeheitzten Kaufhaus war: ein nach Atem ringender, völlig naßgeschwitzter René, der durch die Herrenmodeanlage vom Karstadt rannte um Jeans für Jeans anzuprobieren, die eine nach der anderen zu lang, zu eng, zu weit waren oder ganz einfach scheiße aussahen. Da vorne, Replay, sieht gut aus aber mal ehrlich: 139 Öcken für ne Jeans? Ihr spinnt doch und viel wichtiger: Leute, die soviel Geld für ne Jeans ausgeben gehören am Vorplatz vor'm Hauptbahnhof für 3 Stunden angekettet. Egal.

Normalerweise bin ich ein gezielter Einkäufer. Bevor ich mich auf Beutezug in die City begebe, habe ich mich schon vorher informiert, was es Neues gibt auf dem Markt, welche DVDs wert sind, begutachtet zu werden und welchen CDs man mal ein Ohr leihen könnte. Maximale Verweildauer ist die fünfminütige am Sonnenbrillenstand auf der Straße. Und auch dort habe ich sehr selten wirklich die kompletten fünf Minuten aufgebraucht. Anders ist das beim Klamottenkauf. Da muss geschaut, gefasst und anprobiert werden. Dass das meiner eigentlichen Rein-Kauf-Weg-Strategie zwar diametral entgegengesetzt ist ändert aber leider nichts daran. Klamottenkauf braucht Zeit die ich nicht habe, meiner Plauze ist das aber v??llig egal.

Nach einer Stunde Rumprobiererei fanden sich also endlich 2 geeignete Beinkleider und 2 günstige (und vor allem weite, sprich meine Plauze fassende) Shirts den Weg in meine Tüte. Ich weiß nicht, was Frauen so toll am shoppen finden, wahrscheinlich die Tatsache, dass sie ihre Tüten nicht selber schleppen müssen, was weiß ich.

Was ich weiß: Ich hasse shoppen.