Hostel

Ich habe mir die Tarantino-Produktion "Hostel" gegeben, die als knallharter Folterfilm angekündigt wird, der sogar Hartgesottene umhaut. Hä, wie meinen?

Sorry, aber ich habe selten so einen Schmarrn gesehen! Zugegeben: Die Story ist schon äußerst krass. Allerdings ist sie auch ziemlich banal und billig, und dass etwa ein Drittel des Films die Jungs zunächst nur auf der Hatz nach geilen Mädels zeigt (diese dann natürlich mehrheitlich nackt und "in Aktion"), ist absolut dämlichstes Pubertäts-Softporno-Niveau. Wie kann Tarantino seinen Namen für so einen billigen Shit hergeben???

Wenn die Folterei dann ja wenigstens noch schockierend wäre! Aber Pustekuchen. Vieles wird nur angedeutet. Und das, was zu sehen ist, kennt man im Prinzip schon alles irgendwoher. Die Szene mit dem Bohrer auf dem Werbeplakat kommt so jedenfalls gar nicht vor, das bisschen andere Gebohre im Film ist absoluter Pipifax! Und der abgeschnittene Augapfel ist megalächerlich und vom maskenbildnerischen Effekt her wenig überzeugend.

Die einzige gute Szene ist, wenn eine Kleinkinder-Gang zwei Ostmafia-Typen platt macht - weil das wirklich witzig rüberkommt und auch ein wenig an Cronenbergs "Die Brut" erinnert.

Aber was will uns dieser Film sagen? Dass es schlecht ist, wahllos rumzuhuren und Mädchen nur als Sexobjekte zu betrachten? Dass man als Amerikaner im Ausland niemandem trauen darf? Alles absolut hirnverbrannter Bullshit.

Ich war selten so enttäuscht und gleichzeitig wütend.