Running Scared: Tarantino-Woo-Scorsese-Mix

18.04.2006 Misc Movies #Review

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Wie geil ist das denn?! Da geht man ins Kino mit der Erwartung, einen halbwegs interessanten Krimi zu sehen, und dann wird man mit einem absolut furiosen, ultrabrutalen und richtig bösen Tarantino-Woo-Scorsese-Mix (plus Sam Peckinpah, Brian de Palma und Tony Scott als Zugabe!) im schmutzig-coolen "City of God"-Stil völlig geplättet und mit "24"-artiger Spannungsdramaturgie fast minütlich aus dem Sitz gehauen! Abgefahrene Charaktere, ein oberästhetischer Abspann, wilde Kameratricks und stylishe Regie-Spielereien inklusive. Wow - ist das ein Brett!

Die Rede ist von Wayne Kramers "Running Scared", den besten Krimi(-Thriller), den ich in den vegangenen Jahren gesehen habe. Erst wollte ich gar nicht reingehen. Aber irgendwie dachte ich dann doch, dass nach den kleinen fiesen Szenen aus Kramers lässiger Vorgänger-Perle "The Cooler" noch mehr in dieser Richtung zu erwarten war. "Running Scared" lohnt sich letztlich allein schon wegen des zweimaligen Mega-Geballers am Anfang und am Ende. Nicht zu vergessen die beinhart-kranke Episode mit einem Päderasten-Serienkiller-Ehepaar und die beeindruckende Blutlache auf dem Stadionboden, nachdem der Kopf von jemandem als "Tor" für den Eishockey-Puck benutzt wurde. Heavy. See it! Ein totaler Umhauer!