Bucks Film zeigt "knallharten" Realismus

Detlev Bucks "Knallhart" ist hinsichtlich der sozialen Wirklichkeit von Jugendlichen in Großstädten wirklich knallhart! Die erste Hälfte ist genial, weil dort einfach nur Tacheles geredet wird - indem Buck zeigt, was Sache ist. Und das hat man so in einem deutschen Film über Deutschland noch nicht gesehen! Absolut erschreckend!

Ich glaube, wir ignorieren das alles (auf gesellschaftlicher Ebene) viel zu sehr und wollen es nicht wahrhaben. Und genau da hält Buck die Kamera drauf und zeigt die ganze Misere schonungslos realistisch. Ähnlich radikal war bisher nur Larry Clarks "Kids". Am besten kommt die aggressiv-dumme Haltung der gewaltbereiten Dumpfbacken-Kids bei zwei kleinen Beispielen rüber, finde ich: "Opfer" wird als Schimpfwort für Leute benutzt, die man gängelt und verachtet, und einer sagt auf die Frage, ob er eigentlich auch Großeltern habe, sowas wie "Weiß ich gar nicht, da muss ich mal meinen Vater fragen." Man fasst es nicht.

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Die zweite Hälfte des Films, wenn die Hauptfigur bei der Türken-Mafia mitmischt, gefällt mir nicht ganz so gut, weil man das aus Filmen wie Martin Scorseses "Hexenkessel" oder Fatih Akins "Kurz oder schmerzlos" schon ganz ähnlich kennt. Trotzdem ist "Knallhart" absolut sehenswert!

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