LA Week: The Trip

Gepostet vor 11 Jahren, 5 Monaten in #Misc #LAWeek

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6 Uhr: Der iPod weckt mich mit den Tracks aus dem MP3-Dump. Ich bin schon so weit digitalisiert, dass ich mir jede Woche einen Weckerton aus dem Web individualisiere. Mann, bin ich groß! However, der iPod klingelt, um 6 Uhr morgens. Wer mich kennt, weiß: das ist eine Un-Zeit zum Aufstehen für mich. Ich habe schon mit meinen alltäglichen 8 Uhr zu kämpfen und die Schlacht geht auch öfter mal verloren. Aber ich habe mich gestern zurückgehalten, nur 2 Bier getrunken und um 22.30 Uhr im Bett gewesen. Unfassbar. Deshalb schaffe ich es auch unglaublicherweise um 6.05 Uhr im Bad zu stehen und mir die Zähne zu putzen. Ein völlig neues Gefühl, das ich aber nicht wirklich öfter haben will.

Um 6.23 steige ich in die Dusche und lasse das Wasser auf mich prasseln, wirklich wach bin ich zwar nicht, aber es geht. Ich weiß, dass mich die Zugfahrt wieder in die Müdigkeit zurückgleiten lassen wird, wie jeden Tag, an dem man sich eine Stunde lang bemüht auf Touren zu kommen, um dann im Zug wieder 40 Minuten lang still zu sitzen und ganz stark abzubauen. Jetzt aber stehe ich in der Dusche und hole mir einen runter.

Um 6.39 bin ich fertig (mit Duschen und Wichsen). Danach die finale Packerei. Man kennt das: packen am Vorabend, damit man morgens keine Arbeit mehr hat. Und dann? Dann fehlt dies und jenes und auch das fällt einem noch ein und alles muss gesucht, verstaut und wieder rausgezerrt werden.

7.30 Uhr: Nerdcast aufnehmen. Einfach Dünnschiß labern.

Ausgiebiges Frühstück um 7.45 Uhr mit: Rührei, Kellogs, Obst, Wurst und Käse, Joghurt und ein Glas Milch. Es wird ein harter Tag, und am Ende muss ich durchhalten, wegen des Jetlags. Ankunft in LA wird um 18.00 Uhr (Ortszeit) sein, mein Organismus wird dann allerdings rummeckern: "Ey, Alter, es ist verkackte 3 Uhr in der Nacht, Du solltest langsam mal in die Falle!" Gibt man dem nach, ist man um 2 Uhr nachts wach und kriegt den ganzen Tag nichts mehr geregelt. Also wachbleiben. Mindestens bis 21.00 Uhr. Mir fällt in fast allerletzter Minute auf, dass die Dollars noch im Umschlag auf dem Schreibtisch liegen. Hab ich ein Schwein, die richtige Assoziation (wie teuer werden die Kippen in LA?) zur richtigen Zeit bewahrt mich vor einer Katastrophe. Ab zum Flughafen.

Der Flug ist okay, die Landung wackelig und ich habe mich verliebt. Eine der Stewardessen entspricht genau meinem Profil: vornehme Blässe, zart geschnittenes Gesicht, blaue Augen, braunes Haar, Pferdeschwanz, zierlich aber mit Oberweite und ein Mund! Ich sage nur Drew Barrymore. Whoa! Leider serviert sie im Gang vor meinem und ich sehe sie nur aus der Ferne. So what. You are beautiful. Da macht die Heulboje Blunt doch endlich mal Sinn.

Ankunft London, 13.30 Uhr (deutsche Ortszeit): Wir haben jetzt 2 Stunden Aufenthalt, also erstmal in die Giraffe, ein Laden im Heathrow-Airport, einen dieser supen Burger mit Cheddar-Käse essen. Den Alex (mitreisender Kollege) habe ich verloren, wir haben weder auf dem Flug von Frankfurt nach London zusammen gesessen, noch werden wir das auf dem Flug von London nach LA tun. Es gibt schlimmeres. Ich bin nach der Ankunft unsinnigerweise in Richtung Gepäckausgabe gegangen und nachdem ich mit Pass die Ankunftszone verlassen hatte, wurde mir klar, was für'n Blödsinn ich da grade wieder gemacht habe, das Gepäck geht nämlich direkt nach LA. Also zurück zu den Departues und nochmal durch die Kontrolle. Ist heute das fünte Mal. Super.

Deutsche Ortszeit 14:24: Sitze nun also hier im Giraffe, esse den super Burger und tippe Blogzeilen. Die Gates schließen um 15.50 Uhr. 1 1/2 Stunden Zeit also und nichts zu tun. Idee: Eine Raucherzelle suchen. Auf Flughäfen ist das so eine Sache mit dem Rauchen. In Amerika hat man keine Chance, in London gibt es "Raucherzellen", mit Glas abgesperrte Bereiche, in denen man Qualmen darf. Für vorbeiziehende Reisende sieht das aus wie ein Zoo und so fühlt man sich, alles geht vorbei und starrt einen an. So what, Nikotinsucht will befriedigt werden. Apropos Befriedigung: die restlichen 90 Minuten werde ich wohl mit dem Begutachten von Frauen verbringen, ich habe ein Faible für die englische Weiblichkeit. Ihr wisst schon: vornehme Blässe, zart geschnittenes Gesicht, blaue Augen, braunes Haar, Pferdeschwanz, zierlich aber mit Oberweite und ein Mund! Ich sage nur Drew Barrymore.

15.05 Uhr:Beim Begutachten englischer Titten steht er auf einmal vor mir. Der Alex, den ich verloren hatte. Und fragt, wo verdammt nochmal ich gewesen sei. Ich erklär's ihm, also die ganze Geschichte mit dem Gepäck, dem versehentlichen aus-check, dem dann folgenden wiederein-check, dem Giraffen-Burger. Wir lachen, dann nochmal, und gehen in's Burger King, wo sich Alex einen Dingswopper reinhaut. Guten Appetit.

15.50: Wir betreten den Flieger nach Los Angeles, Alex sitzt 2 Reihen hinter mir, ich sitze ganz vorne: totale Beinfreiheit, also einer der besten Plätze im Flieger. YEAH! Die Filme: Potter, Aeon Flux, Derailed, Kiss Kiss Bang Bang, In den Schuhen meiner Schwester und andere, alles entweder schon gesehen oder Schrott, super. Immerhin: neben mir sitzt ein sympathischer englischer Virenforscher, der sich in den nächsten beiden Stunden mit mir betrinken wird. Er mit Wein und Kurzen, ich bleib beim Bier (dafür quantitativ mehr). Wir reden über die Fußballweltmeisterschaft (Rooney und Schweini-Vergleiche, Beckham ist schwul und Deutschland wird Weltmeister), über Macs (er hat ebenfalls ein Powerbook dabei), über Politik, Weltkriege, die französische Revolution und finaly Blogs. Und jetzt (20:40, deutsche Ortszeit) tippe ich diese Zeilen und schaue King of Queens. Ich bleib dran, zurück ins Studio.

06:52 zurück vom Studio: das Besäufnis mit Bob (dem Virenforscher) verlief so, wie das auf Langstreckenflügen verläuft. Man verträgt nicht wirklich viel und die Endphase des Flugs wird schweigend und verschlafen und fertig hinter sich gebracht. Checkout. Why are you here? Doing Business. What kind of business? Training on some new Content Management Systems we use in the company. Okay. Der Transfer zum Autoverleih verläuft problemlos. Nur eines stört: in LA regnet es. ES REGNET! IN KALIFORNIEN!

Man fliegt zigtausend Kilometer nach Kalifornien, aus einem Deutschland in dem es vor 2 Wochen noch geschneit hat und in dem es kalt ist und der Frühling grade erst dabei ist, seine zittrigen Finger auszustrecken. Man denkt: Kalifornien Mann, da ist die Sonne, Mann. Und dann schiffts. Und nicht nur so ein bißchen, es schifft richtig. Bindfäden. Egal. Wir sind in Los Angeles, Mann!

Zuerst: Einkaufen. Chips, Gatorade, Heineken. Was man eben so braucht. Im Hotel gibt es erstmal Ärger, die Rezeptionstante ist zwar sehr nett, kriegt aber nix auf die Reihe. Nur ein Zimmer reserviert, auf mich. Sie fragt ernsthaft, ob wir uns ein Zimmer teilen. "Surely not!" kommt laut und bestimmt aus zwei Mündern. Der Manager bestätigt dann: die Tante hat sich geirrt. War klar.

Und WLAN? Kein WLAN. Stimmt aber auch nicht. Die Tante hat sich geirrt. War klar. Für die zwei Irrtümer gibts für jeden einen 50$-Gutschein fürs Restaurant. Nett. Ab aufs Zimmer. Wo geht das Licht an? Wo verdammt nochmal geht das scheiß Licht an? Ich tappse im Dunkeln durch das mir fremde Zimmer, meine Augen gewöhnen sich langsam an die Dunkelheit. Ich ziehe am Fenster die Vorhänge auseinander und genieße den Blick auf das nächtliche Bel Air. Das Licht von Hollywood bei Nacht bricht sich im Regen in den nebelverhangenen Hills. Was für ein Ausblick. Das Telefon klingelt.

"Und?"
"Alex?"
"Ja!"
"WO GEHT DAS VERFICKTE LICHT AN!!!"
"Na, du steckst deine Magnetkarte in den Schlitz am Eingang, dann geht das Licht an"
"Okaaaayy! Erledigt! Licht ist NICHT an! Rädchen drehen? Wie Rädchen drehen? An der Lampe? Ganz oben an der Birne? Okay, es funktioniert."

In Amerika, dem Land, das Menschen auf den Mond geschickt und das Internet erfunden hat, in diesem Land muss man winzig kleine Rädchen an Lampen suchen, die man dann drehen muss, um das Licht anzuschalten? WTF?? (Nein, es gibt nicht diese Standard-Kippschalter im Zimmer, nur im Bad. Aber da war es zu dem Zeitpunkt NOCH dunkler!) Und das WLAN? Funktioniert ebenfalls nicht. War doch klar. Dann gibt es diesen Text eben erst morgen. Also heute. Ach Ihr wisst schon. Gute Nacht!

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