Damit's nich in den Kommentaren vergilbt

Die TAZ über Musikblogs, die Clap your hands say Yeah!, Musik und den ganzen Kitt dazwischen: Kein Magazin kann konkurrieren mit der Liebe, der Schnelligkeit, der Euphorie und der Ausführlichkeit, kurz der Haltung, mit der sich hier der Musik gewidmet wird. Die Zahl dieser Blogs dürfte in die hunderte gehen.

Hier kündigt sich kein neues Goldenes Zeitalter des Musikjournalismus an, es ist längst da.

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Die Wandel der Öffentlichkeit, der sich hier vollzieht, ist jedoch gleichzeitig grundlegender und oberflächlicher. Grundlegender, weil das Konzept Magazin zu verschwinden beginnt. Oberflächlicher, weil diese ganze tolle Bewegung, diese neuen Möglichkeiten der Vernetzung und der beschleunigten Graswurzel-Kommunikation so völlig abgekoppelt von einer musikalischen Revolution vor sich geht. Diese Revolution hat keinen Soundtrack. Sie gilt für jede Musikform gleichermaßen.

Was auch wieder mit den technischen Möglichkeiten zu tun hat. Wo jeder iPod-Besitzer eine Festplatte mit sich herumträgt, auf der sich nicht nur so viel Musik findet wie in einer großen Plattensammlung, man aber genauso davon ausgehen kann, dass diese Musik stilistisch durchmischt ist wie die keiner Generation zuvor, man bekommt ja alles gleich einfach aus den zahllosen Tauschbörsen - da erledigen sich Fragen nach einem Fortschritt, der sich einfach ästhetisch definieren lässt.

(Danke JT in den Kommentaren)