Jahresrückfick Teil 2

31.12.2005 Misc Movies
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Nach den tollen Platten will ich hier nun versuchen, die tollen Filme des Jahres zu rekapitulieren. Diesmal ohne lächerliche Reihenfolge, die bei einer Jahrebestenliste ohnehin obsolet, weil da ja schon per se alles toll ist.

Ein super Film und endlich mal auch einer, der mir gefiehl, OBWOHL ein deutscher Streifen, war natürlich „Die fetten Jahre sind vorbei“. In unaufdringlichen Bildern erzählt der Film die Entdeckung des Menschen in vermeintlichen Feindbildern, erklärt den Wandel persönlicher Wertvorstellungen im Laufe der Jahre und schließt mit der Weisheit, dass das alles doch völliger Bullshit ist und dass nur das wilde und mutige und junge Herz Recht hat.

„High Tension“ ist eine zärtliche und sanfte Romantikkomödie und erzählt von zwei Frauen, die sich in einem 90-minütigen Tanz gegenseitig...„High Tension“ ist eine ungezähmte Bestie von einem Film, der im Original an manchen Stellen fast nicht zu ertragen ist und ENDLICH ein Film ist, der eine neue Säge einführt. Alleine schon dafür gebührt ihm Lob. Seit den Achtzigern ist es nämlich immer wieder die Kettensäge, die zwar auch nicht unästhetisch, aber eben leider sehr abgegriffen daherkommt. Da ist so ne Flex doch eine willkommene Abwechslung. Dieser französische Metzelmörderfilm, dessen eigentliche Geschichte gar nicht mal Neues bietet (bieten kann?) erählt diese aber in einer schon lange nicht mehr dagewesenen Härte.

Der gleichen Gandenlosigkeit und einem deutlich verdrehten Plot bedient sich „Devil Rejects“ von Rob Zombie, dem Nachfolger zum ungleich blöderen „House of the 1000 Corpses“. Obwohl die Gewalt meist von den Protagonisten selbst ausgeht liegen die Sympathien ganz klar auf Seiten der dreckigen Rednecks. Klassische Antihelden hier. Also nicht „trinkender Ex-Bulle erhält zweite Chance“ sondern „gewalttätige Drecksäcke erfahren ihr verdientes Ende“. Toll.

Einen verdienten Neuanfang machte Steven Spielberg mit „Krieg der Welten“. Wie habe ich mich über ihn aufgeregt. „Minority Report“ ging noch, „A.I.“ konnte man auch noch durchgehen lassen. Aber „Terminal“? Oder „Catch me if you can“? Stinklangweilige, überfrachtete, künstliche und blöde Machwerke waren das. Und dann das: eine so einfache wie gradlinige Geschichte, die dem Wells'schen Original eine Perspektive hinzufügte. Dazu Effekte bei denen einem der Unterkiefer herunterklappte.

Zum Schluss dann natürlich der herrlich altmodische „King Kong“. Dem Binding war er ja zu zahm, der Kong. Mir nicht. Die Gewalt des Riesenaffen fesselt einen noch immer und die hinzugefügten Szenen in der Schlucht sind so beklemmend wie grandios. Man vergisst fast, dass Jack Black eigentlich ein lustiger Vogel ist der genau dann einen Spaß macht, wenn er irre ernst schaut. Das Update der Effekte zu sehen macht einfach einen Riesenspaß und die Originaltreue des Remakes ist herzzerreißend, wenn das Original dann aber noch subtil auf die Schippe genommen wird (Jack Black filmt Szenen aus dem Original nach), betet man auf Knien Richtung Neuseeland. Übrigens hieß schon die Insel aus „Braindead“, auf der man den Rattenaffen fing, der ja das ganze Schlamassell damals verursachte auch schon Skull Island.

Ferner liefen: A History of Violence, Wallace und Gromit, Serenity, Sin City, Star Wars 3, Corpse Bride, The Descent, 11:14, Kiss Kiss Bang Bang, Vier Brüder, Hustle and Flow, Garden State

Enttäuschend waren: Land of the Dead, Doom, Brothers Grimm, Die Insel, Charlie und die Schokoladenfabrik, Cursed

Freu mich auf: Wolf Creek, Hostel, Superman Returns, Aeon Flux, Saw 2, V for Vendetta, Basic Instinct 2, Ice Age 2, Da Vinci Code, X-Men 3, Mission Impossible 3, Miami Vice, Sin City 2, Lady in the Water...