Unten in Albion...

Baby Shambles „Down in Albion“ also.

Im Zusammenhang wird man allerorten von der angeblichen Skizzenhaftigkeit der Songs lesen und hören. Alles Bullshit. Die Songs sind bemerkenswert auf den Punkt. Natürlich gehört eine gewisse Unschärfe, Zerfahrenheit zum Charakter Pete Dohertys Songwriting, Skizzen sind das allerdings nicht. Und ganz nebenbei stellt Babyshambles Debut ganz klar, wer das musikalische Genie hinter den Libertines war. The Drugs do work, Carl.

Das Album startet mit „Le Belle et le Bette“ mit einem Song wie er zauberhafter nicht sein könnte. Kate Moss haucht „Is she more beautiful than me?“ Was ja eine Frage ist, die man als Mann keinesfalls beantworten darf und so stellt sich Pete Doherty nur die - bei einem Kaliber wie Kate Moss natürlich rein rhetorische - Frage „Is she more beautiful than she?“ Sauber. Darauf folgt der Mitgrölsong diesen Herbstes. „Fuck Forever“ stellt die Frage, warum „everything the fucking same“ ist, obwohl es dazu nicht bestimmt ist. Torries, Labour is the same. Fuck Forever. Da könnte auch etwas von großer Koalition stehen. Würde genauso stimmen. Fuck Forever.

Dann mündet das Album in eine Melange aus wundervollen Songs die zeitweise auseinanderdriften, um an haushohen Gitarrenwänden wieder als Rock dazustehen. Speak! But don't talk about it! Der Geist der Libertines tropft da natürlich aus allen Ecken und Enden, macht aber gar nix. Natürlich nicht. Man ist ja nur gespannt, was Carl Barat mit seiner neuen Band so treiben wird. Ganz so sensationell wird das mit Sicherheit nicht.