Abwärts

20.10.2005 Misc
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Kennt noch jemand den Film? Mit dem großen Wolfgang Kieling, der schon bei Hitchcock den untötbaren Deutschen spielte?

Gestern ging es auch abwärts, bei uns. Im Fahrstuhl. Für 1 Sekunde Herzstillstand, dann griff die Notbremsdingens, denn wie ein freundlicher Fahrstuhltechniker mal erklärte, können die Dinger ja gar nicht runterfallen. Aus physikalischen Gründen einfach unmöglich. Da seien nämlich solche Klammern an den Rollen die sofort - beziehungsweise nach 1 Sekunde wie ich gestern lernen durfte - zuschnappen. Das fand ich gut und beruhigend, denn ich stand mit dem Techniker auf einem Fahrstuhldach und hab den Fahrstuhlschacht meiner Ex-Firma abgefahren, weil da ständig Kacheln auf das besagte Fahrstuhldach gekracht sind. Aber ich schweife ab. Also: Fahrstuhl kaputt, 1 Meter abwärts.

Mann, hab ich mir in die Hose geschissen. Also bildlich gesprochen.
Mit mir im Aufzug: Geli und Conrad und eine freundliche Dame von der Agentur und die 7 Kartons mit verdruckten T-Shirts, die die freundliche Dame von der Agentur mitgebracht hat. Und ein lustiger tschechischer Handwerker, der ein Handy, nur leider keinen Empfang dabeihatte.

Was tun? Natürlich: Alarm! Das Klischee des nicht erreichbaren Sicherheitsdienstes hat sich dann auch zum Glück als Klischee herausgestellt und sofort meldete sich eine freundliche, uns in Sicherheit wiegende Frauenstimme:
Soundso Security, wie kann ich helfen?
Ja, wir stecken hier fest in der Lindleystraße, Kontorhaus.
Machense mal die Türen auf und wieder zu und drückense dann mal nen Knopp.

Gesagt getan, was gar nicht so leicht ist, bei 7 Kartons mit verdruckten T-Shirts, die ständig im Weg rumstehen. Trotzdem geschafft: Tür auf, zu, drücken, nüscht rührt sich.

Da tut sich nix, gute Frau!
Ok, ich schicke einen Techniker der sie da raus holt.
Dauert so 20 bis 30 Minuten.
Ok, danke.

Zwanzig bis Dreißig Minuten! Immerhin konnten wir nicht ersticken, denn wir konnten ja die Türen aufmachen. Na dann. At the End war der Techniker nicht nach dreißig Minuten sondern nach 5 da und hat mal kurz klink und plonk gemacht, der Fahrstuhl fuhr aufwärts, was ja immer besser ist als abwärts, und wir haben die Kartons ins Office getragen und - puh! - mal kurz durchgeatmet. Dann haben wir uns über die verdruckten T-Shirts aufgeregt, die Agenturangestellte nach kurzen Lösegeldverhandlungen aber wieder laufen lassen.