Nena, Marc Terenzi, Tokio Hotel

Sido und Harris sowie DJ Tomekk feat. Fler, Fettes Brot, Die Toten Hosen, Wir sind Helden, Söhne Mannheims, Sarah Connor, Yvonne Catterfeld, US 5, Silbermond, Gentleman und Juli.

Die Popnutten über Deutschland, Musik, Charts, England, Frösche und kleine Kinder: Naja, vielleicht haben die Deutschen aber auch einfach keinen Geschmack und nehmen den Rotz der Musikindustrie dankend an, damit sie nicht weiter über Kultur nachdenken müssen und sich lieber den nächsten Klingelton für 3,99€ runterladen (im Spar-Abo selbstverständlich).

Dieser Meinung waren wir auch und sind es noch.
Ich kenne genug Leute, die vorgeben, Musik zu mögen. Darunter dann aber tatsächlich die gerührte Chart-Sauce verstehen und gar nicht fassen können, dass es da noch andere Musik von anderen Künstlern gibt. Wie geht denn das? Die verkaufen doch nix? Kann das gut sein? Nein!

Dass diese Leute aber selbst nicht wirklich Musik mögen, sondern - eben wie die Popnutten vermuten - sich nur mit dem Konsum angepasster Stangenware schmücken möchten, zeigt sich am mangelnden Reflexionsvermögen über diese Kunst(sic!)-Form.

Vielleicht hat England aber auch einfach nur eine längere-Pop-Historie mit den Beatles, den Who und Ozzy Osbourne, die ja alle nicht unwichtig sind und waren.

Und vielleicht haben wir in den Nachkriegsjahren nicht wirklich Lust gehabt auf anspruchsvolle Mucke.

Und vielleicht hat sich das danach herauskristallisierende Muckertum um Kraftwerk, Neu!, Can und so nicht wirklich als funktionabel im Popkontext gezeigt.

Und vielleicht zeigt sich ja im Moment mit Bands wie den Helden oder auch bedingt Juli und Silbermond ein Wandel im Popempfingen Pop-Empfinden der Deutschen.

Vielleicht sind war aber doch einfach nur scheiße.