Nachwahl

Und Rückblickend war es doch am amüsantesten, Roland Kochs selbstzufriedener Mine zuzuschauen, die, Merkel scheinbar den Rücken stärkend, keinen Zweifel an seinen Mordabsichten lies. Fraglich, wie lange sie den nun anstehenden Spießrutenlauf überleben wird. Aber man hat sie ja schon öfter abgeschrieben, lassen wir uns also überraschen.

Nach der Wahl staunt man nun doch sehr über die Berliner Konstellationen die da so diskutiert und wieder verworfen werden. Jamaica, Schwampel, Ampel. Am stärksten umworben dabei natürlich die Grünen: Na? Wollt ihr links oder rechts mitregieren? Welches Schweinderl (sic!) hättens denn gern? Der Joschka darf eigentlich nur mit dem Gerd, alles andere würde seine moralische Integrität in Frage stellen. Aber die Macht, die gute, ja - da führen wir dann wenigstens Sondierungsgespräche. Dabei ist es eigentlich langfristig gesehen furchtbar egal, welche Bündnisse da nun mit wem eingegangen werden, denn das Auseinanderbrechen dieser oder jener Koalition erscheint ja heuer schon am Horizont und damit die nächste Regierungskrise. Und die Reformen bleiben außen vor.
Ein Votum für den Stillstand, ein Votum für niemanden.

In der Tat ist es doch so: alle gleich und so gibt's keine Macht für niemanden. Der Wähler hat votiert, dass er keinen der Berliner Runde wirklich leiden mag, geschweige denn, an der Macht haben will. Dabei ist die Lage Richtungswahltechnisch gesehen sogar sehr eindeutig: eine klare Mehrheit links der Mitte, bitte!
Na immerhin.

Dann seht mal zu, was ihr damit Macht, meine Herren.