Mal Schluß mit Linksbashing

16.09.2005 Politics
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Peter Stirner: Manche mögen ja gedacht, vielleicht sogar gehofft haben, auch in Deutschland werde sich endlich die Amerikanisierung der Politik vollenden: mit zwei großen Parteien, die für eine identische neoliberale Politik stehen und in Wahlkampfzeiten das Wahlvolk mit Scheindebatten hinters Licht führen, um schlichten Gemütern „ehrliche“ demokratische Auseinandersetzungen vorzugaukeln, in denen es um (die „besseren“) Argumente gehen würde. Die Grünen und die FDP als beliebig einsetzbare Mehrheitsbeschaffer würden das Spiel nicht behindern und die PDS nicht mehr in den Bundestag kommen. Aber daraus wird (vorerst) noch nichts. Plötzlich taucht die Linkspartei als Störfaktor auf und bringt als einzige politische Kraft etwas Leben in das abgekartete Spiel dieses Wahlkampfs. Die hysterische Aufregung quer durch das gesamte Spektrum der etablierten Parteien läßt nur einen Schluß zu: Gysi, Lafontaine und ihre gemeinsame Partei in spe müssen eine ganze Menge richtig gemacht haben. Jenseits der Debatte, ob diese Partei nun eine diskutable linke Programmatik vorzuweisen hat oder nicht (wohl nicht), scheint mir ein Aspekt noch viel wichtiger: Mit einer Stimme für die Linkspartei ist es jetzt immerhin müglich, gegen den neoliberalen Einheitsbrei von Rot-gelb-schwarz-Grün zu protestieren, ohne als Ostalgiker oder Nazi dazustehen.
Beim Schockwellenreiter geklaut und für gut befunden.
Mir ging dieses quer durch die Bank gleiche Gemurmel nämlich schon eine ganze Weile auf den Sack: "...aber die Linkspds, die geht ja gar nicht blabla"
Das ist die pure Christiansen-PR-Maschine. Und ich will da nicht mehr mit.