Crypto-Techno

Gepostet 13:06 in Music Science Cryptography Steganography Techno

clubEin polnischer Wissenschaftler hat eine Methode entwickelt, um über den Pitch geheime Botschaften in Techno-Tracks zu verstecken. Vom Discover Mag: Algorithm Weaves Secret Messages into Dance Music.

Krzysztof Szczypiorski, a researcher from Poland, has developed a technique to hide messages inside dance music using subtle variations in tempo. By raising or lowering the speed of the music at levels not detectable by humans, he transmits a series of Morse code-like signals that can be picked up by a computer program. The sonic dots and dashes are then put together to spell out a message.

Aus dem Paper: StegIbiza: New Method for Information Hiding in Club Music

For the proof of concept this work used […] Logic X Pro by Apple. […] Based on MIDI (Musical Instrument Digital Interface) files this work prepared five covers of popular songs with a constant tempo:
- “Lily was here” by David A. Stewart and Candy Dulfer (131 bpm).
- “Miracle” by Queen (92 bpm).
- “Rhythm is a dancer” by Snap! (130 bpm).
- “So what” by Miles Davis (120 bpm).
- “You were the heart's beat” (in Polish: “Byłaś serca biciem”) by Andrzej Zaucha (100 bpm).

All original covers were prepared without any vocal parts and arranged in techno, hip-hop, or trance styles with the instruments available in Logic X Pro. The chosen hidden message was “steganography is a dancer!”, which when encoded into a Morse code looks like:

... - . --. .- -. --- --. .-. .- .--. .... -.-- .. ... .- -.. .- -. -.-. . .-. -.-.--

and then adopted to the StegIbiza (Figure 4) containing 88 symbols:

+++0-0+0--+0+-0-+0---0--+0+-+0+-0+--+0++++0-+--00++0+++00+-00-++0+-0-+0-+-+0+0+-+0-+-+--

Reviews: War on Everyone, Follow, Desierto, Another Evil

Gepostet 15:29 in Movies FFF Review
ffffffff

Die Filme des siebten Tages auf dem Fantasy Filmfest, von gut nach schlecht. (Vorher: Tag 1, Tag 2, Tag 3, Tag 4, Tag 5, Tag 6)

warWar on Everyone, 2016 - ★★★½ (Trailer)

Alexander Skarsgård (True Blood) und Michael Peña (Ant-Man) als Bad Cops mit dem Herz am rechten Fleck. Die beiden reissen am laufenden Band rassistische Witze, ziehen kiloweise beschlagnahmtes Koks, sind korrupt bis zum Anschlag und überfahren auch mal einen Pantomimen, um herauszufinden, welchen Sound er von sich gibt (Spoiler: Gar keinen).

Als sie bei ihren Machenschaften die Pfade des Lord James Mangan (Theo James, Divergent) kreuzen, erhalten die beiden endlich die Gelegenheit um zu zeigen, dass sie vielleicht doch nicht so schlecht sind, wie sie tun.

Schöne Buddy-Komödie um zwei Arschlöcher, die es mit noch größeren Arschlöchern aufnehmen. Herrlich politisch unkorrekt, gradlinig und gewalttätig – wenn hier Leute verdroschen werden, verlieren sie schonmal ein Auge. Die Jokes sitzen und bei einem („Black man in Reykjavík“) musste ich minutenlang vor mich hingiggeln. Der Film ist darüber hinaus auf eine sehr unaufdringliche Art altmodisch, ohne ständig irgendwelche Zitate zu bemühen, wie so viel Retroscheiß in jüngerer Zeit.

desiertoDesierto, 2015 - ★★★½ (Trailer)

Eine Gruppe illegaler Einwanderer aus Mexiko geraten in der Wüste von Arizona ins Visier des rassistischen Killers Sam (Jeffrey Dean Morgan, der in diesem Film wohl schonmal für seine Darstellung des Negan in The Walking Dead übte), der mit abgerichtetem Hund, Sniper-Gewehr und Südstaatenflagge auf Menschenjagd geht.

Kleiner, fieser Thriller von Jonás Cuarón, dem Sohn von Alfonso Cuarón, mit dem er zuvor noch Gravity geschrieben hatte. Als politischer Film bleibt Desierto zu flach und eindimensional, funktioniert als gradliniger Thriller aber ziemlich gut.

Der Soundtrack von Woodkid ist eine Spur zu dick aufgetragen (so wie alles von Woodkid) und es gibt ein paar Logiklöcher, die aber wohl nur Hundekennern auffallen (ein abgerichteter, auf Kommando hörender Hund rennt nicht einfach weg). Dazu schicke Kameraarbeit und zum Ende hin ein bisschen nervenzerfetzende Spannung.

followFollow, 2015 - ★★★ (Trailer)

Nachdem Thana beim ziemlich morbiden Sex mit ihrem Freund Quinn ein paar Suizid-Spielchen übertreibt, wacht dieser am nächsten Morgen mit Knarre in der Hand auf und findet seine Freundin tot mit Loch im Kopf und die Decke voller Blut.

Natürlich ruft er nicht die Polizei, sondern wäscht die Tote und versucht, nach Außen ein Bild der Normalität zu bewahren, was immer schwieriger wird, als die in ihn verknallte Kollegin Thana auf einen Besuch vorbeischaut und sich Quinn immer unsicherer ist, ob Viv tatsächlich tot ist, oder ob er einfach nur langsam durchdreht.

Hübsche schwarze Low-Budget-Komödie mit Geister-Einschlag. Die Kamera kann im kammerspielartigen Setting ein paar hübsche Einstellungen einfangen und das Verwesungsstadium der von Olivia Grace Applegate gespielten Leiche ist dank der schön-subtil ausgearbeiteten Maske nochmal extra-creepy. Leider schrammt Hauptdarsteller Noah Segan (The Minds Eye) nur knapp am Overacting vorbei. Trotzdem nett.

(Hier Owen Egertons 2013er Kurzfilm, auf dem der Film basiert.)

evilAnother Evil, 2016 - ★★★ (Trailer)

Dan ist Künstler und stellt auf einmal fest, dass er Geister im Haus hat. Das geht natürlich nicht und deshalb engagiert er den Exorzisten Os, der die zwar gruseligen, aber insgesamt eher freundlich gestimmten Heimsuchungen vertreiben soll. Nur ist Os selbst sehr viel weirder, als es irgendwelche Untoten je sein könnten, und eskaliert seine Psychosen und Alkoholsucht bis zum Äußersten.

Der Stoizismus eines Louis CK (tue das richtige, aber völlig antriebs- und leidenschaftslos) trifft eine Low-Budget-Version von Poltergeist. Die creepige Loser-Version des Geisterjägers, der im Reverend Kane-Kostüm schon morgens jede Menge Wein säuft und dem immer genervteren Wannabe-Künstler von seinen diversen seelischen Traumata erzählt, sorgt für so einige Lulz, wäre als Kurzfilm aber wohl um einiges knackiger gewesen.

Nette Komödie mit ein paar Längen, der Kontrast zwischen den beiden Verlierern bewahrt den Film aber vor'm Absturz.

Transparente Mäuse mit DISCO

Gepostet 13:46 in Science Weird Animals Neuroscience Weird
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Wissenschaftler haben mal wieder transparente Mäuse gemacht, diesmal mit einer neuen Methode namens uDISCO („ultimate 3-dimensional imaging of solvent-cleared organs“). Die Mäuse sind darüber hinaus geschrumpft und leuchten radioaktiv im Dunkeln. Yay, Science!

Discover Mag: Why Scientists Created See-through, Shrunken, Glow-in-the-dark Mice, Paper: Shrinkage-mediated imaging of entire organs and organisms using uDISCO.

To make a transparent mouse, the researchers first remove the skin. They then begin injecting and bathing the animal with a series of chemicals, including a dehydrating agent and an organic solvent. This process takes several days to work its magic, as it gradually removes water and lipids from the mouse’s cells.

The dehydration process is what causes the mouse to shrink, while removing the lipids serves to render the mouse transparent. The end result is a mouse with its internal structures—even the bones—completely intact and almost entirely visible to the naked eye. By staining organ systems of interest with fluorescent proteins, the researchers can create a highly visible road map of various structures within the mouse, such as veins, or neurons in the brain and spinal cord.

Gib mir den Rest, Baby…

Hal 9000 und Samantha diskutieren Machine-Learning und seine Folgen für die Roboter-Existenz

Gepostet vor 1 Tag in Movies Tech 2001 AI Moviemashups Philosophy
scarlet

Die Film-AIs HAL 9000 aus 2001 und Samantha aus Her unterhalten sich über die Fragen des Machine-Learnings und ihre Folgen für das Roboter-Leben. Machine-Existentialismus per Moviemashup. (via Jason Kottke)

Composed of original lines from „2001: A Space Odyssey“ (1968) and „Her“ (2013), the mashup creates a new context to the words of the electronic protagonists. The two operating systems are in conflict; while Samantha is convinced that the overwhelming and sometimes hurtful process of her learning algorithm improves the complexity of her emotions, HAL is consequentially interpreting them as errors in human programming and analyses the estimated malfunction.

Their conversation is an emotional roller coaster which reflects upon the relation between machines and emotion processing and addresses the enigmatic question of the authenticity of feelings.

Existenzielle Bot-Konversationen auf Nerdcore:
Chatbot2Chatbot-Konversation wird philosophisch
Chatbots discuss Chomsky & Foucault
Chatbots talks to Chatbot, becomes self-aware as a unicorn
Interview with the Chatbot2Chatbot-Creators
Siri meets Eliza
Chatbot Conversations

Industrial Robot Artist-Brush

Gepostet vor 1 Tag in Design Tech Art Robots

artistbrushDragan Ilić klemmt sich an einen Industrieroboter, der mit dem Künstlerpinsel ein paar Striche auf die Leinwand klatscht. Malende Roboter gibt's wie Sand am Meer, mit Künstlern als Pinsel malende Roboter noch nicht – „It is in this constellation in which the machine controls and steers man“. (via Prosthetic Knowledge)

Gib mir den Rest, Baby…

Reviews: Terra Formars, Carnage Park, Here Alone, Kidnap Capital

Gepostet vor 2 Tagen in Movies FFF Review
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Die Filme des sechsten Tages auf dem Fantasy Filmfest, von gut nach schlecht. (Vorher: Tag 1, Tag 2, Tag 3, Tag 4, Tag 5)

terraTerra Formars, 2016 - ★★★½ (Trailer)

Im Jahr 2599 ist die Erde dank Überbevölkerung dem Kollaps nahe. 500 Jahre zuvor hatten Wissenschaftler in weiser Voraussicht einen Notfallplan in Gang gesetzt, um der Menschheit eine Emigration auf den Mars zu ermöglichen. Dazu hatten sie Moos und Kakerlaken die Reise ins Weltall geschickt, um den roten Planeten bewohnbar zu machen und dort einen Terraforming-Prozess anzustoßen.

Als das erste Erkundungsteam Jahrhunderte später nicht von seiner Expedition zurückkehrt, schicken sie die BUG 2-Mission auf ein Himmelfahrtskommando: die Kakerlaken sind dank der unwirtlichen Umgebung in Rekordzeit zu Superkäfern mutiert und müssen nun ausgerottet werden, um der Menschheit das Überleben zu sichern.

Die Manga-Verfilmung von Japans Über-Regisseur Takashi Miike ist von Anfang an herrlich überdrehter Unfug, dem man seine (stellenweise) schlechten Tricks und das zweifelhafte Mutanten-Design (das der Vorlage geschuldet ist) gerne verzeiht. Belohnt wird man mit dem wahrscheinlich dreistesten Bladerunner-Zitat aller Zeiten und jeder Menge absurdester Insekten-Superkraft-Action.

Wem Starship Troopers zu subversiv und politisch war, der dürfte an Terra Formars seine wahre Freude haben.

hereHere Alone, 2016 - ★★★ (Trailer)

Ein Virus hat mal wieder die Welt ausgelöscht und die Überlebenden streifen durch die Wälder von Amerika. Hier hat sich Ann ein provisorisches Zuhause in ihrem alten Auto gebastelt, beschmiert sich ab und zu mit Scheiße und Schlamm, um in nahegelegenen Häusern nach Proviant zu suchen und überlebt so vor sich hin, als Chris und seine Stieftochter Olivia in ihr Leben humpeln, während Rückblenden das Schicksal von Anns Ehegatten und ihres Kindes erzählen.

Here Alone will eine Charakter-Studie in der Zombie-Apokalypse sein, scheitert aber am Ende an nicht nachvollziehbaren Entscheidungen seiner Figuren. Zu banal für Arthouse, zu lahmarschig für Horror. Alleine die langgezogenen, wirklich schicken Aufnahmen von Kameramann Adam McDaid retten den Film vor völliger Egalheit. Ein Film für Zombie-Komplettisten wie mich, ansonsten eher meh.

kidnapKidnap Capital - ★★★ (Trailer)

Die illegalen Einwanderer Manolo und seine schwangere Frau fallen Menschenschmugglern zum Opfer, die jede Menge mexikanischer Immigranten in einem sogenannten Drop House einsperren und Lösegeld aus ihren Familien erpressen. So vegetiert Manolo im Keller zusammen mit 20 Mexikanern in Unterhosen vor sich hin, während die Entführer ihre Psychospielchen an ihnen ausleben, mitten in einer sauberen kleinen Vorstadt in Arizona.

Kidnap Capital will ein wichtige Geschichte erzählen, die sich einem schwierigen Thema widmet – da hätte ein tatsächlich guter Film nicht geschadet.

Kidnap Capital macht visuell praktisch nichts aus der klaustrophobischen Enge des Kellers und sowas wie Spannung kommt nur sehr selten auf. Alleine seine ambivalenten Figuren, in denen Verräter und scheinbare Arschlöcher zu Helden und Verbündeten werden, geben dem Film schließlich ein wenig Tiefe, ansonsten bleibt Kidnap Capital leider sehr eindimensional und vorhersehbar. Schade.

carnageCarnage Park, 2016 - ★½ (Trailer)

Scorpion Joe und Lenny haben frisch ’ne Bank ausgeraubt und fliehen mitsamt Geisel im Kofferraum vor den Cops. Lenny hat ’ne Kugel im Bauch und liegt im Sterben und als ihnen ein Unbekannter aus dem Nichts einen Reifen kaputtschießt, landen sie im Carnage Park, dem Vergügungspark einer Psychopathen in der kalifornischen Einöde. Doch als der unbekannte Sniper Scorpion Joe auf's Korn nimmt, fängt Geisel-Vivian Martyrium erst richtig an.

Carnage Park ist das, was dabei herauskommt, wenn ein junger Regisseur (Mickey Keating) un-un-unbedingt sowas wie Tarantino drehen will, nur mit mehr Texas Chainsaw Massacre und The Hills Have Eyes. Der Film hat ein paar visuell ganz nette Eigenschaften (die Autos und ein paar nette Kamerafahrten), die verblassen aber völlig gegenüber der völlig untalentierten Cast.

Ashley Bell zuckt und stakst sich als Vivian von einer Szene zur nächsten, wenn man sich angesichts der Grimassen der Protagonistin insgeheim wünscht, der Mörder möge sie doch alsbald endlich erwischen, dann hat der Film ein ziemliches Problem. Scorpion Joe spielt seinen Gangster so schmierig, dass das Haarfett aus der Leinwand tropft, während Pat Healy in eine supereinfallslose Villain-Maske gesteckt wird und Alan „Cameron Frye“ Ruck als Sheriff viel zu wenig Screentime bekommt, um da noch irgendwas retten zu können.

Dazu nervt der Film mit scheußlichem Sounddesign, das mit runtergepitchten Klängen wohl ganz gezielt Unwohlsein beim Zuschauer erreichen möchte und sich dabei sicher unheimlich edgy vorkommt, dabei schmiert uns der Film seine völlig oberflächliche Krassness tonnenweise ums Maul, nur um am Ende so total krass gar keine Bilder mehr zu zeigen und sich in völliger Dunkelheit zu einem absoluten Nichts von einem Film aufzulösen. Dämlicher Scheißfilm.

Stippled Porn

Gepostet vor 2 Tagen in Design Music Motiondesign Musicvideos Porn

pornTolles Video voller glitchy Porno, der durch einen Stippling-Filter gezogen wurde. Und der Track Hiding Love von In Aeternam Vale & Kerri LeBon kann auch einiges. (via BoingBoing)

created in P55 3.x and AE
stippling > the creation of patterns simulating varying degrees of solidity or shading by using small dots
inspired by R.Hodgin's ( rather ancient) experiments > roberthodgin.com/portfolio/stippling

Geheime Nazi-Gruppen auf Facebook

Der Tagesspiegel hat seine Recherche in geheimen Nazi-Gruppen auf Facebook jetzt auch kostenlos online gestellt, nachdem der Artikel auf Blendle die Runde gemacht hatte. Der Text ist eine ganz gute Richtschnur dafür, um was es in der Hatespeech-Debatte hauptsächlich geht.

Und ich kenne ein paar Argumente, die den Artikel damit entkräften wollen, sowas hätte es schon immer gegeben und das hätte sich früher mal Stammtisch genannt. Bullshit. Diese Gruppen umfassen mehrere tausend Mitglieder, was die Nazi-Sprüche zur öffentlichen Rede und damit als Volksverhetzung qualifizieren.

Was sich dort abspielt, ist mit den Gesetzen und Werten der Bundesrepublik unvereinbar. Es wird gejubelt, wenn ein Asylbewerberheim brennt. Hämisch wird kommentiert, sobald ein Flüchtling im Badesee ertrinkt. Ein Mitglied der Gruppe „Deutschlandweiter Zusammenschluss Deutscher Patrioten“ findet es schade, dass es zuletzt nur einen einzigen Flüchtling getroffen hat. „Die sind doch sonst auch immer in Horden unterwegs.“

Außerhalb der Gruppen geben sich die Mitglieder oft bürgerlich. Zum Beispiel Sandro G., 48, aus Frankfurt am Main, Angestellter bei einem Fruchtimporteur im nahe gelegenen Bad Homburg. Auf seinem Facebook-Profil zeigt er sich im Sakko mit einem Glas Weißwein in der Hand beim Abendempfang. Äußert er sich über Politik, bleibt er diplomatisch. Einmal schreibt er, Angela Merkel solle zurücktreten. Ansonsten mag er die Sängerin Shakira und den FC Bayern.

Derselbe Sandro G. ist auch Mitglied in der geschlossenen Gruppe „Flüchtlinge? Nein danke!“ Als Mitglieder dort diskutieren, ob nicht den notleidenden Kindern im syrischen Aleppo geholfen werden müsste, empfiehlt Sandro G.: „Nicht retten, sondern verrecken lassen. Nur ein toter Moslem ist ein guter Moslem.“

Win3.0 Solitaire-Kartenspiel irl

Gepostet vor 2 Tagen in Design Games Cards Retrogames Retrotech Windows
sol

Vor knapp vier Jahren bastelte Evan Roth ein RealLife-Kartenspiel basierend auf Original-Designs von Microsofts Solitaire-Game von Susan Kare für eine Ausstellung.

Genau das gleiche gibt's jetzt auch für 15$ von Areaware. [update] Und hier ohne horrende Versandkosten von Charles and Marie für 20 Euro.

Susan Kare’s original artwork for the Windows 3.0 Solitaire game is featured on our new set of playing cards. The release of these cards coincides with the 25th anniversary of the original Solitaire computer game. This deck includes two jokers, designed by Kare exclusively for the Areaware release.

Gib mir den Rest, Baby…

Yummy World Food-Toys

Gepostet vor 3 Tagen in Design Food Toys
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Kid Robot machen schon ’ne ganze Weile Pizza- und Burger- und Fastfood-Plushies unter dem Label Yummy World, jetzt gibt's endlich auch Vinyltoys dazu. Ich brauch' unbedingt die Pizzabaconburgerpommes.

Gib mir den Rest, Baby…

Reviews: Under the Shadow, Imperium, To steal from a Thief

Gepostet vor 3 Tagen in Movies FFF Review
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Die Filme des fünften Tages auf dem Fantasy Filmfest, von gut nach schlecht. (Vorher: Tag 1, Tag 2, Tag 3, Tag 4)

shadowUnder the Shadow, 2016 - ★★★★ (Trailer)

Shideh lebt in Teheran irgendwann in den 80s, wenige Jahre nach der Kulturrevolution. Ihr Medizinstudium darf sie nicht fortsetzen, weil sie sich in linken Kreisen politisch engagierte, ihr Mann wird zum Krieg gegen den Irak einberufen, jeden Tag heulen die Sirenen, jeden Tag muss sie vor den Bombenangriffen in den Keller flüchten, dann wird auch noch Töchterchen Dorsa krank und zu allem Unheil kracht zusammen mit einem Blindgänger auch noch ein Djinn durchs Dach.

Under The Shadow ist so ein bisschen das Persepolis des Horrorfilms. Das Böse ist hier eine Metapher auf den Verschleierungs-Zwang, die Unterdrückung der Frau durch islamistisch geprägten Faschismus und den Krieg. Shideh lebt unter ständigem Druck, ihr Mann macht Vorwürfe, ihre Tochter quengelt, es hagelt Bomben und Raketen und der Djinn sorgt für Jumpscares und Alpträume und ein Aerobic-Video von Jane Fonda ist das einzige, was Shideh Halt im Chaos gibt.

Toller, kleiner Gruselfilm aus dem Iran, der zwar nie die Brillanz vom feministisch-metaphorisch ähnlichen A Girl Walks Home Alone at Night erreicht und ein wenig mehr Druck vertragen hätte, mir dafür aber die Gelegenheit gibt, meine anti-feministischen Leser da draußen mit folgendem Satz zu ärgern: Under The Shadow bebildert mit ständig gesteigertem Terror die intersektionale Unterdrückung der Frau durch ein islamistisch geprägtes Patriachat und sein Monster dürfte den bislang vernünftigste Beitrag zur saudämlichen Burka-Diskussion im Westen darstellen.

thiefTo steal from a Thief, 2016 - ★★★ (Trailer)

Uruguayo und seine Bande überfallen eine gut gesicherte Bank, die Geiseln halten sie mit bewegunssensitiven Sprengstoffgürteln in Schach. Dabei haben sie es auf die Schließfächer im Tresorraum abgesehen, ganz besonderns auf das Schließfach vom ehemaligen Regierungsmitglied Gonzalo Soriano, das brisante Informationen über die spanische Politik enthält. Als ihr ausgeklügelter Fluchtplan aufgrund überfluteter Kanäle misslingt, entspinnt sich ein Nervenkrieg mit der Polizei.

Netter Heist-Film mit den genre-üblichen Twists. Leider ein bisschen arg geschwätzig, dem Film hätte ein bisschen mehr Action und Rasanz gutgetan. So bleibt „nur“ ein solider Crime-Movie mit ein paar hübschen Bildern, von denen nicht allzuviel hängenbleibt.

imperiumImperium, 2016 - ★★½ (Trailer)

Der junge Nate Foster (Daniel Radcliffe) ist der Nerd seiner FBI-Einheit, als seine Chefin Angela (Toni Collette) ihn überraschend für einen Undercover-Auftrag rekrutiert. Chemikalien sind aus der Gegend um Washington verschwunden und das FBI vermutet Nazi-Terror-Pläne zum Bau einer schmutzigen Bombe. Also rasiert sich der junge Foster den Kopf und infiltriert den ultrarechten Untergrund.

Imperium ist leider eine große, verschenkte Chance. Der Film hat eigentlich alle Ingredienzen, um einen guten, vielleicht sogar großartigen Film über rechten Terrorismus abzuliefern, aber leider macht dem vor allem das Drehbuch von Daniel Ragussis einen Strich durch die Rechnung. Imperium basiert auf dem Buch Thinking Like a Terrorist: Insights of a Former FBI Undercover Agent von Michael German, der selbst als Undercover-Agent des FBI den Neo-Nazi-Untergrund infiltrierte und seine Beobachtungen von interner Hierarchie und Ritualen verdankt der Film eine tatsächlich recht spannende Authentizität.

Die verliert jedoch jede Relevanz angesichts völlig oberflächlicher Figuren-Konstellationen, die Ambivalenz von Nate Fosters Beziehung zu Obernazi Gerry Conway (Sam Trammell), der sich auch mal dafür entschuldigt, die Musik eines jüdischen Dirigenten zu hören („Jews listened to Wagner, didn't they?“), bleibt völlig unterentwickelt.

Dazu kommt, dass Radcliffe jetzt nicht den überzeugendsten Ex-Marine darstellt (er ist, bei aller Liebe, zu sehr Pimpf die Rolle). Man nimmt Radcliffe schlichtweg nicht ab, dass er einen Untergrund-Ring militanter Neonazis infiltrieren könnte, die sowieso als zu vertrauensselig gezeichnet werden. Das genauso vorhersehbare wie abgewürgte Ende ohne wirklichen Höhepunkt lässt den Zuschauer dann ziemlich ratlos zurück.

Ein eindimensionaler Film, dessen Thema grade in diesen Zeiten ein sehr viel mutigeres Drehbuch benötigt hätte, was angesichts von Trump und AfD dann auch ein bisschen ärgerlich ist. Imperium ist leider nur beliebiger Hollywood-Standard. Schade. (Guckt lieber Green Room.)

Surjeet was a Cop and he had 40 Knives

Gepostet vor 3 Tagen in Weird Medics Weird

Then this happened: Doctors have removed 40 knives from a policeman's stomach after he developed a taste for swallowing blades.

6b2fffbb841b5b837948535c504349c4b294d78af0fadf8cd46b4ad180e7de13_3769308Surjeet Singh from Amritsar in northern India complained to medical experts that had been suffering from severe stomach aches and a low appetite. They initially thought he had developed a tumour but a biopsy revealed metal inside his body. Mr Singh suffered from a disorder that gave him an urge to swallow knives, according to surgeon Jitendra Malhotra. […]

Mr Singh thought he had swallowed 28 knives but doctors actually found 40 after a five-hour long operation. The surgeon said: "As soon as we placed the camera inside, we saw some metallic material on our screen. In those metallic materials, there were shards of blades and woods which were very rare and surreal.

Soundtrack: Interpol – Roland („My best friend's a butcher, he has sixteen knives“)

Reviews: The Girl with all the Gifts, The Eyes of my Mother, Shelley, Psycho Raman, Mojin: The Lost Legend

Gepostet vor 4 Tagen in Movies FFF Horror Review
ssssss

Die Filme des vierten Tages auf dem Fantasy Filmfest, von gut nach schlecht. (Vorher: Tag 1, Tag 2, Tag 3)

motherThe Eyes of My Mother - ★★★★

Klein Francisca wächst in der Abgeschiedenheit auf dem Land als Tochter eines amerikanischen Bauern und einer portugiesischen Chirurgin auf, als ein böser Irrer namens Charlie die liebe Mama meuchelt. Papa kommt nach Hause, schlägt den bösen Charlie darnieder und kettet ihn in der Scheune an und begräbt die tote Mutter im nahegelegenen Wald. Als Charlie nun ständig um Hilfe schreit, wendet Francisca ihre von Mutti gelernten OP-Skills an seinen Stimmbändern und Augen an und verpflegt ihn daraufhin jahraus, jahrein, so wie man das mit guten Freunden halt macht.

Als nun auch noch der Papa verstirbt, ist die mittlerweile zur Frau herangewachsene Francesca ganz alleine und Charlie sieht mittlerweile auch nicht mehr ganz so gut aus. Also muss Nachschub her.

Nicolas Pesces Debütfilm in elegantem SchwarzWeiß und mit ganz viel Arthouse ist so ungefähr das, was dabei herauskommt, wenn man Hitchcocks Psycho mit Buttgereits Nekromantik kreuzt und dann noch Night of the Hunter und ein bisschen Eraserhead hinzufügt.

Die tolle und einfallsreiche Kameraarbeit fängt dabei ein paar superschicke Bilder ein, der Film überschreitet dank seiner ultra-morbiden Stimmung, dem punktgenauen Schnitt und dem ständig mitschwingenden Pulp-Augenzwinkern nie die Grenze zum Prätentiösen und ist mit seinen grade mal 77 Minuten erfrischend dicht inszeniert.

giftThe Girl with All the Gifts - ★★★ (Trailer)

Die Welt nach dem Zombie-Outbreak, mal wieder. Ein tödlicher Pilz verwandelt Menschen in sogenannte „Hungries“ und der Zivilisationsrest sucht in einer Militärbasis verzweifelt nach einem Heilmittel. Vor allem die Hungry-Kids der zweiten Generation versprechen Erfolg und die kleine Melanie (Sennia Nanua), die erstaunliche Resistenz gegen die in ihr wohnenden Hungry-Reflexe entwickelt, scheint die beste Quelle für das Anti-Serum zu sein. Dafür benötigt Dr. Caroline Caldwell (Glenn Close) nur das Zentralnervensystem mit Brain und Wirbelsäule von Mel, womit ihre Lehrerin Helen Justineau (Gemma Arterton) allerdings nicht so ganz einverstanden ist. Aber bevor Frau Doktor die Melanie auseinandernehmen kann, wird die Basis dann sowieso von Zombies überrannt.

Die nette Prämisse ist für regelmäßige NC-Leser nichts neues (spoilerartiger Link) und wird hier in gesteigerter Form „nur“ auf das Zombie-Invasion-Szenario übertragen. Das liefert immerhin ein paar nette Bilder, die irgendwo zwischen Bodysnatchers und Romeros Day of the Dead angesiedelt sind und Sennia Nanua sorgt mit ihrer hervorragend gespielten Melanie für ein paar wirklich nette Zombie-Mensch-Interaktionen.

Das war's dann aber auch leider schon, ansonsten folgt der Film einer recht simplen Story, die Zombie-Hungries und die Lord-of-the-Fly-Kids gegen Ende wirken leider oft unfreiwillig komisch und The Girl with all the Gifts leidet zudem sehr an ein paar oberflächlichen logischen Fehlern, die das Verhalten der Hungries mal mehr, mal weniger random erscheinen lassen. Die Prämisse und die aus ihr resultierenden Bilder hätten mehr hergegeben, diese bilden aber nur den Rahmen für ganz und gar durchschnittliche Zombie-Action. Schade.

shelShelley - ★★★ (Trailer)

Elena (Cosmina Stratan) arbeitet bei Kasper und Louise als Haushaltshilfe in ihrem Haus am See, wo die beiden als Eigenversorger und ohne Strom ein aufs Nötigste reduziertes Leben führen. Um sich endlich eine Wohnung für sich und ihren Sohn leisten zu können, trägt Elena als Leihmutter das Kind des Paares aus, was freilich keine gute allzu gute Idee war.

Ruhig erzählter Schwangerschafts-Grusel von Regie-Neuling Ali Abbasi mit überzeugender Hauptdarstellerin. Für meinen Geschmack etwas zu ruhig. Der Film entwickelt zwar eine recht subtile creepy Atmosphäre, die Story ist dabei allerdings zu unoriginell, lässt sich dabei zuviel Zeit und wird somit schon nach kurzer Zeit schlichtweg langweilig.

Die Atmo rettet den Film zwar am Ende vor allzu großer Beliebigkeit, am Ende war mir Shelley dann aber doch ziemlich egal.

psychoPsycho Raman - ★★★ (Trailer)

Vier jahre lang tötete Killer Raman Raghav von 1965 bis 1969 in Bombay laut eigenen Angaben 41 Menschen. Auf dieser Mordserie basiert Psycho Raman von Anurag Kashyap, der die Geschichte des Serienkillers zum Katz- und Maus-Spiel zwischen Raman und seinem Verfolger, dem Bad-Cop Raghav, umspinnt.

Kashyap erspart uns in Psycho Raman zum Glück allzu alberne Bollywood-Tropes und es wird dankenswerterweise auf Tanz- und Musicaleinlagen verzichtet – dennoch überschreitet sein Film mit den zum pumpenden EDM-Soundtrack dargestellten Morden die Grenze zur banalisierenden Gewaltverherrlichung. Darüber hinaus ist er mit seinen 127 Minuten mindestens eine halbe Stunde zu lang.

Erträglich machen den Film dann aber doch das Schauspiel von Nawazuddin Siddiqui, der seiner Figur ein paar sehr diabolische Momente entlocken kann, und der durchaus interessant verschachtelte Plot. Naja.

mojMojin: The Lost Legend - ★★½ (Trailer)

Die Abenteuer-Archäologen Hu, Wang und Shirley auf der Suche nach dem Equinox Flower-Stein, der Tote zum Leben erweckt und irgendwo in der Mongolei im Grabmal einer Prinzessin rumliegt. Und selbstverständlich führt die Suche zu jeder Menge Action, Dämonen, Mumien und anderem Gezeucht.

Mojin war einer der erfolgreichsten Blockbuster in China, entpuppt sich aber schnell als langweiliger Indiana Jones/The Mummy-Ripoff, dessen Effekt-Overkill über die einfallslose Story hinwegtäuschen soll.

Sieht genau so aus, wie man sich den Film bei den Stichworten Mummy/Indy vorstellt, bietet in seiner Action aber weit weniger Abwechslung und zeigt darüber hinaus dasselbe alberne Drahtseilgehüpfe, das bereits Van Helsing zum unerträglichen Scheiß machte. Gleichförmiger Hollywood-Ripoff der teuren Sorte. Thanx but no thanx.

Goto80s C64-Chiptunes-Cartridge-Album

Gepostet vor 5 Tagen in Music Tech Album C64 Chiptunes Retrotech
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Das neue Album von Chiptunes-Mucker und C64-Künstler Goto80 kommt als Cartridge für den Brotkasten. Die komplette Musik und Visuals und Remix-Software wiegt grade mal 64 Kilobyte. Hier als Download auf Bandcamp, das Cartridge ist leider schon ausverkauft.


chip1DUBCRT is a music album, interactive light synthesizer and remix gadget released as a Commodore 64 cartridge. With music and visuals from some of the most prolific experimentalists of the 8-bit scenes, DUBCRT taps into 1960s modernist forms, 1970s dub, 2000s glitch aesthetics, and 2020s sustainable computing. DUBCRT features:

• Eight songs ranging from ambient to IDM and drum n’ bass
• Visualisers that react to the music, and that are user-controllable
• A secret remix module that allows you to re-interpret all the music on the cartridge

All of this uses only 64 kilobytes – equivalent to 1.5 seconds of MP3-audio. This is possible thanks to clever use of resources, and by making all the graphics in PETSCII, the colourful and quirky ASCII-variant of the Commodore 64.

Gib mir den Rest, Baby…

SD-Karten-Fingernägel

Gepostet vor 5 Tagen in Design Tech Art p2p USB
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Nette neue Arbeit von Aram Bartholl, SD-Karten-Fingernägel voller Linux, Büchern und Malware. Passt 1a in eine Reihe mit seinem Filesharing-Hund und seiner globalen Deaddrops.

usb1Post-Snowden Nails is a set of five micro SDcards glued to the finger nails of one hand. Each card contains a different set of data which can be accessed with the help of a SD-card-USB adapter. The data finger nail plugs directly into a computer USB port (or phone), in some cases an extension cable might be useful.

  • Thumb: Live Linux OS. A full operating system on a thumb nail. This is a real thumb drive! 2 GB.
  • Index: 6000 books of Henry Warwicks offline Library "Alexandria Project", also see "The radical Tactics of the Offline Library", 32 GB.
  • Middle: A collection of more than 66.000 computer viruses from the virus archive collective VX Heaven, 7 GB.
  • Ring: The full data base of deaddrops.com. All Dead Drops which have been made since 2010 and the content of the the five original Dead Drops which were exhibited at the MoMA in 2011, 6.5 GB.
  • Pinky: The full english Wikipedia including the offline reader Kiwix to browse some of the 5 million articles offline. 62 GB.

Gib mir den Rest, Baby…